Die Rottweiler Fasnet

Historische Narrentafel
Rottweiler Narrentafel von 1870/71
Die ehemalige Reichsstadt Rottweil ist überregional bekannt für ihre Fastnacht („Fasnet“), die auf eine jahrhundertealte Geschichte zurückblicken kann. Sie zählt zu den prächtigsten des schwäbisch-alemannischen Raums.

Jedes Jahr gehen beim Rottweiler Narrensprung am "Fasnetsmontag"  (Rosenmontag) 4.000 Narren durch das Schwarze Tor „d' Stadt nab“.
20.000 Zuschauer verfolgen im mittelalterlichen Stadtkern das bunte Treiben. 

Aus der Geschichte der Rottweiler Fasnet:

Die Wurzeln der Rottweiler Fasnet werden in ihrer Funktion als mittelalterliches  „Schwellenfest“ am Beginn der vierzigtägigen Fastenzeit vor Ostern gesehen.
Erstmals schriftlich festgehalten wurde diese Feierlichkeiten im 15. Jahrhundert. Erwähnt sind drei Hauptelemente, von denen zwei bis heute überlebt haben:

  • der Narrentanz, der im Narrensprung fortlebt,
  • das Narrenspiel, welches man im heute noch im „Aufsagen“ der Rottweiler Narren wiedererkennen kann,
  • und das Lebkuchenholen in der benachbarten Reichsabtei Rottenmünster, welches im 18. Jahrhundert letztmals durchgeführt wurde.

Narrensprung 2004
Narrensprung auf der Hochbrücke

Trotz unzähliger Versuche der Obrigkeiten, die Rottweiler Fasnet abzuschaffen, gelang dies nur teilweise und für eine kurze Dauer. 1903 wurde die Narrenzunft neu gegründet und erfreut sich seitdem großer Beliebtheit: von 119 Narren im Jahr 1754 und lediglich 9 im Jahr 1903 vervielfachte sich die Zahl auf heute über 4.000.

 



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Narrenmarsch: 
Den historischen Rottweiler Narrenmarsch gibt es auf der Homepage der Stadtkapelle Rottweil als mp3-Datei zum Download

  

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