Stadtnachricht

Mittelalterliche Kunst präsentieren: das Freiburger Augustinermuseum

Vortragsreihe zum 25-jährigen Bestehen des Dominikanermuseums wird fortgesetzt

Augustinermuseum Freiburg
Mit Hilfe moderner Elemente inszeniert das Augustinermuseum Freiburg mittelalterliche Kunst.
 

Kunst des Mittelalters im Museum zu präsentieren ist eine Herausforderung. Die meisten Kunstwerke stammen aus einem religiösen Zusammenhang und sind oftmals nur als Fragmente erhalten geblieben. Zudem verstehen viele Besucherinnen und Besucher heute die Bildsprache nicht mehr. „Deswegen muss Kunst erklärt werden, dennoch darf die aus dem sakralen Kontext stammende Kunst ihre Aura nicht verlieren“, so Martina Meyr, Leiterin des Dominikanermuseums. Vermittlung und Ästhetik zu vereinigen, darin bestehe die Herausforderung. „Im Augustinermuseum in Freiburg ist der Versuch gemacht worden, beiden Ansprüchen gerecht zu werden.“

Damit stand das Freiburger Museum vor ähnlichen Herausforderungen, wie die Sammlung Dursch in Rottweil, die derzeit neu konzipiert wird. Das Augustinermuseum gehört zu den bedeutenden Museen am Oberrhein mit einer renommierten, umfangreichen Sammlung der Kunst vom Mittelalter bis zum Barock sowie Malerei des 19. Jahrhunderts. Das Gebäude, ein ehemaliges Kloster der Augustinereremiten mit gotischem Kreuzgang, wird seit einigen Jahren in einen modernen Museumsbau umgewandelt. Das frühere Kirchengebäude ist nach langjähriger Sanierung seit 2010 wieder geöffnet und zeigt unter anderem in der Skulpturenhalle die Originalfiguren des Freiburger Münsters sowie in anschließenden Kabinetten gotische Holzskulpturen und Tafelmalerei.

In diesem Jahr  kann das Dominikanermuseum auf sein 25-jähriges Bestehen zurückblicken. Dies ist daher Anlass, in mehreren Vorträgen die unterschiedlichen Facetten der Sammlungen des Hauses sowie deren Geschichte und Zukunft zu beleuchten. In Kooperation mit der Volkshochschule Rottweil ist das Dominikanermuseum an fünf Abenden Gastgeber für bekannte Wissenschaftler aus Baden-Württemberg und Bayern. Nach dem Auftakt mit Ingrid-Sibylle Hoffmann vom Landesmuseum Württemberg wird die Reihe nun mit einem zweiten Vortrag mit dem Direktor des Augustinermuseums, Tilmann von Stockhausen, passend zur Sammlung Dursch fortgesetzt.

Weitere Vorträge finden statt am 4. April, 9. Mai und 20. Juni jeweils um 18 Uhr. Der Eintritt zu den Vorträgen ist frei. Alle Titel und Termine auch unter www.dominikanermuseum.de.

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