Stadtnachricht

Lorenzkapelle an Ostern geöffnet

Ehrenamt macht Kunstsammlung zugänglich

Künftig soll die Lorenzkapelle im Bockshof von April  bis Oktober jeweils am dritten Sonntag im Monat nachmittags für zwei Stunden geöffnet sein. Möglich macht dieses Angebot eine Gruppe  ehrenamtlicher Aufsichtskräfte mit dem Anliegen, die zum Teil herausragenden Zeugnisse Rottweiler Steinmetzkunst der Öffentlichkeit wieder zugänglich zu machen.

Dabei ist die Lorenzkapelle selbst ein bedeutsames Baudenkmal. Als Friedhofskappelle wurde der kleine, im Stil der „Jesuitengotik“ errichtete Kirchenbau 1579 eingeweiht. Im Dreißigjährigen Krieg erlitt die Lorenzkapelle 1645 schwere Schäden. Bei der folgenden Renovierung wurde auch der Chor neu ausgemalt; unter anderem mit einer Darstellung des Martyriums des Kirchenpatrons St. Laurentius.

Nach Verlegung des Friedhofs 1832 wurde die Lorenzkapelle profanisiert und diente anschließend unterschiedlichen Nutzungen. 1851 zogen die Figuren der Sammlung Dursch in die Kapelle ein. Diese erhielten bald Gesellschaft von den steinernen Skulpturen vom Kapellenturm. Diese Figurenzyklen aus der Mitte des 14. Jahrhunderts gelten als Kunst von europäischem Rang und bilden nach dem Auszug der Sammlung Dursch den Kernbestand der Lorenzkapelle als „Museum für Rottweiler Steinmetzkunst“. Erweitert wurde die Sammlung mit hochkarätigen Ausstellungsstücken wie der Figur des „Weckenmännle“ von Anton Pilgram oder durch die Originalfiguren vom Rottweiler Marktbrunnen. Auch die kunstvoll gestaltete Säule des „Grafenbrunnens“ aus der Hochbrücktorstraße kann hier im Original bewundert werden. Entdecken lässt sich aber etwa auch eine Steinmaske, die mit der Rottweiler Hexenverfolgung in Verbindung gebracht wird.

Stadt und Helfer laden zum Besuch der Kunstsammlung herzlich ein. Auch aufgrund des ehrenamtlichen Engagements ist der Eintritt in die Lorenzkapelle an den Öffnungs-Sonntagen frei.

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