Stadtnachricht

JVA: Land lobt Architektenwettbewerb aus

Text im Internet einsehbar / viele Anregungen aus der Bürgerschaft berücksichtigt

JVA-Standort "Esch" Aufgabenstellung
 
Als Ziele formuliert der Auslobungstext die „sichere Unterbringung der Gefangenen“ und ein „vollzugliches Umfeld, welches die Resozialisierung fördert“. Der Text bezieht sich ausdrücklich auf den Bürgeridalog in der Beteiligungsgruppe und betont: „Im umfangreichen Dialogprozess, den das Land mit der Stadt und der Bürgerschaft zu diesem Projekt führt, wurde in Vorbereitung der Auslobung einem ästhetischen Erscheinungsbild und einer zukunftsorientierten Gestaltung wesentliche Bedeutung beigemessen.“
 
Aus dem Bürgerdialog finden sich beispielsweise Anregungen zu folgenden Punkten:
  • die JVA soll verträglich in den Landschafts- und Naturraum eingebunden werden (S. 45 )
  • die Freizeit- und Erholungsfunktion des Neckartalradwegs und des Naherholungsgebiets um die Neckarburg sind zu erhalten (S. 46)
  • die Außenbeleuchtung ist auf ein Mindestmaß zu reduzieren, die Anlage soll so weit wie möglich vom Neckartal abgerückt und eingegrünt werden (S. 38).
  • nachhaltige Bauweise, z.B. Dachbegrünung, Qualität der Gebäudehülle vergleichbar der eines Passivhauses (S. 49)
  • moderner Strafvollzug: 75 barrierefreie Haftplätze, Vollzug in Wohngruppen mit Gemeinschaftsräumen wird ermöglicht (S. 40)
  • Nutzung der Sporthalle für Rottweiler Vereine: 3-Feld-Sporthalle, die in der Nähe der Torwache gebaut wird, so dass sie auch von externen Nutzern gut erreicht werden kann (S. 44)
 
Um die Gestaltung zu veranschaulichen sind fotorealistische Ansichten von den Wettbewerbsteilnehmern gefordert.
 
Termine:
 
Der Planungswettbewerb findet in zwei Phasen statt. In einer ersten Runde wählt eine Jury vor Weihnachten 2017 aus den Beiträgen 20 Teilnehmer aus, die dann in einer zweiten Runde ihre Entwürfe konkretisieren. Eine Entscheidung soll dann im Juni 2018 fallen. Die Wettbewerbsbeiträge der zweiten Runde werden im Anschluss in Rottweil öffentlich ausgestellt.
 
Jury:
 
In die Jury sitzen sowohl Architekturexperten wie auch Vertreter der beteiligten Landesministerien, der Stadt Rottweil und der Rottweiler Bürgerschaft. Prominentestes Mitglied seitens des Landes dürfte die Staatsrätin für Bürgerbeteiligung und Zivilgesellschaft, Gisela Erler, sein. Unter den Fachpreisrichtern ist Lothar Huber, Fachbereichsleiter Bauen und Stadtentwicklung (Stellvertreterin Olga Gozdzik, Abteilungsleitern Stadtplanung). Oberbürgermeister Ralf Broß (Stellvertreter Bürgermeister Dr. Christian Ruf) und Stadtrat Günther Posselt (Stellvertreter Stadtrat Hermann Breucha) sind Mitglieder der Jury als Sachpreisrichter. Als sachverständige Bürger sind Dr. Albrecht Voth (Bewährungshilfeverein), Ruth Steinhilber (Bürgerforum Perspektiven Rottweil) und Bernd Franz (NABU) vertreten. Die Rottweiler Mitglieder wurden im Einvernehmen mit der Stadtverwaltung Rottweil, dem Gemeinderat und der Beteiligungsgruppe aus dem Bürgerdialog bestimmt.
 
Kosten, Baubeginn und Fertigstellung der JVA
 
Laut Auslobungstext ist – vorbehaltlich einer Zustimmung des Landestages – für die Erstellung des Bauwerks ist der Zeitraum Sommer 2021 bis Sommer 2025 geplant. Die Gesamtbaukosten beziffert das Land auf 118 Millionen Euro.
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