Stadtnachricht

Landesgartenschau: Bewerbungsunterlagen vorgestellt

Rottweil setzt auf Nachhaltigkeit, Bürgerbeteiligung und Innovationen

Bewerbung Landesgartenschau Rottweil
Stellen die Bewerbungsbroschüre der Stadt Rottweil für die Landesgartenschau vor (von links): Robin Jentsch (Schüler beim Rottweiler Jugendhearing), Henry Rauner (Bürgerforum Perspektiven Rottweil), Dr. Jutta Steffens (Lokale Agenda 21), OB Ralf Broß, Bürgermeister Dr. Christian Ruf, Christine Schellhorn (Arbeitskreis Schule-Wirtschaft), Lothar Huber (Fachbereichsleiter Bauen und Stadtentwicklung) und Stephanie Siegel (Abteilung Stadtplanung).
 
„Unser Motto höher – grüner – weiter bedeutet: Die Landesgartenschau in Rottweil wird eine Gartenschau der Zukunft: nachhaltig, ökologisch und innovativ“, sagte OB Ralf Broß im Rahmen der Präsentation. „Höher bauen“ sei ein Synonym für eine ressourcenschonende Stadtentwicklung. „Wer nachverdichtet, spart Fläche und lässt Raum für Natur und Erholungsräume“, so der OB. „Grüner leben“ bringe zum Ausdruck, dass Rottweil nicht hemmungslos wachsen solle, sondern nachhaltig. „Wir wollen mit der Landesgartenschau das Grün zurück in unsere städtischen Quartiere bringen, Industriebrachen entsiegeln und das stadtnahe Ökosystem stärken“. Mit dem Ansatz „Weiter denken“ sollen die zukünftigen Besucher der Landesgartenschau mit einem innovativen Mobilitätskonzept empfangen werden. „Dank neuer Technologien zielen wir auf einen barrierefreien Zugang zur Stadt und zum Gartenschaugelände ab." Rottweil soll zu diesem Zweck in den nächsten Jahren als ein Mobilitätslabor entwickelt werden. Für den OB bietet dabei eine Verbindung mit dem neuen Forschungs- und Entwicklungszentrum von thyssenkrupp Elevator im Aufzugstestturm eine ideale Basis. Denkbar seien sowohl innovative Aufzugssysteme wie auch autonom oder teilautonom fahrende Shuttles zwischen Bahnhof, Innenstadt und Testturm.
 
Bürgermeister Dr. Christian Ruf unterstrich die städtebaulichen Chancen einer Landesgartenschau: „Das Förderprogramm Natur in Stadt und Land ist zu Recht eines der begehrtesten Infrastrukturprogramme des Landes.“ Die Stadt habe die Chance mit bis zu fünf Millionen Euro Fördergelder Projekte anzupacken, die dauerhaft der Bevölkerung zugutekommen: Etwa den Rückbau von Industrie- und Gleisanlagen im Neckartal, die Renaturierung des Neckars, oder die Stärkung des innerstädtischen Grüngürtels.
 
Unterstützung erfährt die Stadt Rottweil durch ein breites bürgerschaftliches Engagement, das auch in der Bewerbungsbroschüre dokumentiert ist. „Rottweil zeichnet sich aus durch ein vielfältiges Angebot an Kunst, Kultur, Bildung und kultureller wie sozialer Integration, vereint Naturnähe mit städtischem Leben und historisches Erbe mit innovativem Flair. Eine Landesgartenschau bietet die Möglichkeit, diese gelebte Vielfalt zu einem zukunftsfähigen Miteinander im 21. Jahrhundert weiter zu entwickeln – ökologisch, sozial, klimafreundlich und global verantwortungsbewusst“, so Dr. Jutta Steffens von der Lokalen Agenda 21.
 
„Das Bürgerforum Perspektiven Rottweil möchte allen Bürgern die Möglichkeit verschaffen, an einer zukunftsfähigen Entwicklung der Stadt Rottweil und ihrer Region sowie der Erhaltung der ökologischen Lebensgrundlagen aktiv mitzuwirken. Daher hat sich eine Projektgruppe ,Grüngürtel‘ schon sehr frühzeitig für die Einbeziehung der Grünflächen und alten Wege in das Leben der Stadt eingesetzt und in Kooperation mit der Stadt Gestaltungsideen generiert. Die Landesgartenschau bietet eine ideale Möglichkeit, diese Ansätze weiter gemeinsam auszubauen und ein attraktives Gesamtkonzept umzusetzen“, unterstrich Henry Rauner vom Bürgerforum Perspektiven Rottweil.
 
Rottweil hat im vergangenen Jahr erstmals ein Jugendhearing veranstaltet. Spontan entwickelte sich dabei eine Arbeitsgemeinschaft Landesgartenschau. Die Schüler schlagen beispielsweise eine Hängeseilbahn über den Neckar, eine Badestelle oder eine Rollschuhbahn, die im Winter auch als Eislauffläche dienen könnte, vor.
 
„Rottweil ist damit angetreten, eine echte Bürgergartenschau auszurichten. Wir wollen die Bürger bei der Planung eng einbeziehen. Dass wir das können haben wir beispielsweise bei der Justizvollzugsanstalt, beim Testturm oder der Fußgänger-Hängebrücke gezeigt“ so OB Ralf Broß. Bei einem Zuschlag durch das Land sind beispielsweise kreative Zukunftswerkstätten angedacht. Sein Appell an alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt: „Eine Landesgartenschau lohnt sich für alle Menschen – Besucher wie Bewohner. Setzen Sie sich mit Herzblut und Begeisterung für die Bewerbung unserer Stadt ein.“
 
Die Bürger können sich die Broschüre im Internet unter www.rw2028.de anschauen und herunterladen. In Vorbereitung ist außerdem eine handliche Kurzfassung, die in zwei bis drei Wochen an vielen öffentlichen Stellen in Rottweil ausliegen wird.
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