Stadtnachricht

Die wahrscheinlich längste Fußgänger-Hängebrücke der Welt

Direktverbindung zwischen Testturm von ThyssenKrupp und historischer Innenstadt

Visualisierung der Hängebrücke (Foto: film:can)
Diese Momentaufnahme aus dem Film zur Visualisierung zeigt, wie  die Brücke sich später über das Neckartal spannen wird (Foto: film:can).
 
Die Brücke dient der Anbindung des neuen Rottweiler Wahrzeichens an die Innenstadt mit ihren historischen Schätzen und Sehenswürdigkeiten und soll so dafür sorgen, dass die Besucher des Testturms auf direktem Weg vom Turm zu den weiteren Attraktionen der ältesten Stadt Baden-Württembergs gelangen können. Die Stadtverwaltung Rottweil informierte bereits am Mittwochabend den Gemeinderat darüber in nichtöffentlicher Sitzung.
 
„Das Projekt schlägt im wahrsten Sinne des Wortes die Brücke zur Stadt“, so OB Ralf Broß. Die Brücke zwischen dem Standort des Testturms im Industrie- und Gewerbegebiet Berner Feld und der Innenstadt wird künftig Menschen zu einem Spaziergang zwischen Zukunft und Historie einladen. „Stellen Sie sich vor, Sie betreten die Brücke an der Stadtmauer, unter Ihnen der Verlauf des idyllischen Neckars. Über Ihnen thront Ihr Ziel, der Turm. Sie lassen sich im Panoramaaufzug am Turm auf die Plattform beamen, genießen den herrlichen Rundumblick und kehren über die Hängebrücke in die Stadt zurück und in derselben ein. Das sind doch tolle Aussichten!“ Die Stadt erhofft sich von der Brücke eine zusätzliche Attraktivität für die Bürger, für Besucher, Touristen und Ausflügler und soll auch der Innenstadt mit ihren Museen, Cafés, Hotels und Geschäften zusätzliche Impulse geben.
 
Projektbeschreibung Hängebrücke Rottweil:

„Die Brücke stellt eine direkte Verbindung zwischen dem Stadtzentrum und der neuen Aussichtsplattform (Thyssen-Krupp Aufzugs-Testturm) her und soll als Hängebrücke ausgeführt werden, welche eine uneingeschränkte, ganzjährige Begehung ermöglicht“, so Projektentwickler Martin Kathrein von der KTS Innovations GmbH aus Österreich.

Der Startpunkt in der historischen Innenstadt befindet sich im Bereich des Bockshofs. Die geplante Trasse führt parallel zur Eisenbahnstrecke auf den Hangrücken an der Duttenhoferstraße, wo sich auch die Mittelstation der Brücke befindet. Die Mittelstation dient als zusätzlicher Aus- bzw. Einstieg in die Brückenanlage. Ab der Mittelstation ist die Überspannung des Neckartales angedacht. Das Ziel der Brücke ist das Berner Feld nahe dem Testturm.
Die Gesamtlänge dieser Brücke beträgt 950 Meter. „Durch die immense Länge ist es notwendig, mehrere Spannfelder einzuplanen. Der Boden der Brückenanlage wird aus Gitterrosten bestehen. Dieser wird maximal 40 Meter über dem Gelände verlaufen“, erklärt Kathrein. Eine Beleuchtung der Brücke ist geplant, sodass diese auch bei nächtlichen Verhältnissen begangen werden kann. Weiter ist auch eine Videoüberwachung der gesamten Brückenanlage angedacht.

Finanziert wird der Brückenbau von der Eberhardt Bewehrungsbau GmbH. Inhaber Günter Eberhardt ist in der Stadt kein Unbekannter: Seine Firma zeichnet für die Stahlarbeiten beim Rohbau des Testturms verantwortlich. Auch bei weiteren Projekten wie dem Neubau der Kreissparkasse oder des Landratsamtes war seine Firma beteiligt. Überregional war Eberhardt aber beispielsweise auch beim Bau des Tiergartentunnels in Berlin oder beim Bau der Thermen in Meersburg und Überlingen aktiv. „Wir wollen eine Brücke in der Natur nicht gegen die Natur verwirklichen und die Menschen in die Natur führen. Die Stadt erschließt sich so das Neckartal auf eine besondere Art und Weise“, erklärt Eberhardt seine Vision. Eberhardt sieht sich weniger als klassischer Investor, sondern als Ideenverwirklicher für herausfordernde Projekte: „Mich reizt die Aufgabe, gerade schwierige und gewagte Projekte durch gut überlegtes Handeln zu realisieren und dabei immer wieder neue Maßstäben zu setzen.“

Broß, Kathrein und Eberhardt sind sich sicher: „Die geplante Brückenanlage wird ein Alleinstellungsmerkmal für die gesamte Region und im Zusammenspiel mit Turm und historischer Innenstadt entscheidend dazu beitragen, Rottweil als Tourismusdestination mit Magnetwirkung zu positionieren.“
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