Stadtnachricht

Gemeinsam stark für erneuerbare Energien

Stadtwerke im Landkreis und EnBW planen Zusammenarbeit

Erneuerbare Energien
Das Bild zeigt von links: Udo Huber und  Wolfram Röhrig, Stromversorgung Sulz GmbH, Gerd Hieber, Bürgermeister Sulz am Neckar, Herbert Halder, Bürgermeister Hardt, Peter Kälble, Stadtwerke Schramberg, Philipp Marquart, EnBW, Ralf Broß, Aufsichtsratsvorsitzender ENRW und Oberbürgermeister der Stadt Rottweil, Christoph Ranzinger, ENRW,
Thomas Herzog, OB und Aufsichtsratsvorsitzender Stadtwerke Schramberg sowie Ulrich Kirner, EnBW.


Alle Beteiligten unterzeichneten in Rottweil eine entsprechende Absichtserklärung. In ihrer Eigenschaft als Aufsichtsratsvorsitzende der Gesellschaften ebenfalls dabei waren Rottweils Oberbürgermeister Ralf Broß, Schrambergs Oberbürgermeister Thomas Herzog, Gerd Hieber, Bürgermeister der Stadt Sulz am Neckar und Herbert Halder, Bürgermeister der Gemeinde Hardt.

Beitrag zur Energiewende
„In der aktuellen politischen Diskussion wird immer wieder herausgestellt, dass zur Erreichung der Ausbauziele interkommunale Zusammenarbeit erforderlich ist. Mit einer gemeinsamen Gesellschaft wollen wir einen weiteren Schritt in diese Richtung machen“, unterstreichen die Aufsichtsratsvorsitzenden. Mit ihren unterschiedlichen Kompetenzen bringen die Partner ihr Know-how bei der Erzeugung und Verteilung von Energie aus Sonne, Wasser, Wind, Geothermie und Biogas ein. „Wir Energieversorger vor Ort leisten schon jetzt mit unseren regionalen Projekten einen Beitrag zur Energiewende“, erklären Christoph Ranzinger und Peter Kälble, Geschäftsführer der ENRW und der Stadtwerke Schramberg. So betreiben die Stadtwerke Schramberg bereits eine Windkraftanlage und sechs Solaranlagen – darunter zwei Bürgersolaranlagen, die Stromversorgung Sulz ein Wasserkraftwerk am Neckar, die ENRW eine Biogasanlage zur Nahwärmeversorgung und die Gemeindewerke Hardt diverse Photovoltaikanlagen. Die EnBW bringt ihre Erfahrung ein, die sie beispielsweise mit Wasserkraftwerken wie auch mit dem Eigenbetrieb und der Netzeinbindung zahlreicher EEG-Anlagen unterschiedlicher Größe macht. Außerdem begleitet der Energieversorger mittlerweile 45 Bürger-Energiegenossenschaften im Land.

Kräfte bündeln
Wenn es darum geht, regionale Projekte zur Nutzung erneuerbarer Energien zu verwirklichen, sieht EnBW-Beteiligungsmanager Ulrich Kirner in einer solchen Kooperation klare Vorteile: „Angesichts der tiefgreifenden Veränderungen in der Energieversorgung ist der Informationsaustausch untereinander in Verbindung mit der Erfahrung der EnBW von unschätzbarem Wert.“ Darin sind sich auch Udo Huber und Wolfram Röhrig, Geschäftsführer der Stromversorgung Sulz einig: „Den historischen Umbruch der Energieversorgung werden wir nur schaffen, wenn es uns gelingt, alle gesellschaftspolitischen Kräfte zu bündeln und auf diesen Weg mitzunehmen.“

Regionale Wertschöpfung
Die Partner wollen insbesondere im Kreis Rottweil den Ausbau regenerativer Energien prüfen, Projekte initiieren und realisieren und auch selbst investieren. Philipp Marquart, Leiter des EnBW-Regionalzentrums Heuberg-Bodensee bekräftigt: „Wir freuen uns, dass wir in der Region an einem Strang ziehen. Durch die lokalen Projektpartner bleibt die Wertschöpfung im Landkreis erhalten.“ Dies ist auch den Aufsichtsratsvorsitzenden wichtig, die unisono erklären: „Wir wollen vor allem auch erreichen, dass sich unser Engagement wirtschaftlich aber auch energie- und klimapolitisch positiv für die Region auswirkt.“ Das sehen die Geschäftsführer und -leiter genauso. „Als Energieversorger im Landkreis sind wir an einem langfristigen und nachhaltigen Engagement in unserer Region interessiert“, ergänzt Peter Kälble, Geschäftsführer der Stadtwerke Schramberg, stellvertretend für seine Kollegen. Der Zusammenschluss der Stromversorger sei als breite Plattform zu verstehen, um den Ausbau gemeinsam voranzubringen und die Akzeptanz zu fördern. Das schließt neben den Energieversorgern auch weitere Beteiligte mit ein. Bei der Umsetzung konkreter Projekte vor Ort sollen sich die benachbarten Kommunen aus dem Landkreis gleichfalls beteiligen können. Sie gilt auch für die Bürgerinnen und Bürger, beispielsweise in Form von Genossenschaften.

Biogasanlage_Hausen
Vorbildlich: die Biogasanlage der ENRW in Rottweil-Hausen.

Gemeinsame Dachgesellschaft geplant

Die Partner aus dem Landkreis Rottweil planen, schon bald eine Dachgesellschaft zu gründen, um Projekte im Bereich erneuerbarer Energien gemeinsam anzugehen. Aktuell werden beispielweise die Standorte für neue Windkraftanlagen festgelegt. Hier sehen sich die Unternehmen vor Ort als erste Ansprechpartner für deren Umsetzung. Dies gelte erst recht für die neue gemeinsame Gesellschaft. Für jedes Einzelprojekt soll eine eigene, individuell ausgestaltete Tochter-Projektgesellschaft gegründet werden. Daran könnten sich neben den Gesellschaftern der Dachgesellschaft auch weitere natürliche oder juristische Personen beteiligen. Aufträge sollen schwerpunktmäßig an die Partner wie auch an Ingenieurbüros, Gewerbebetriebe und Unternehmen aus dem Landkreis Rottweil vergeben werden. Das Betätigungsfeld soll vornehmlich im Landkreis Rottweil liegen. Es wird aber nicht ausgeschlossen, dass auch Projekte außerhalb der Kreisgrenzen realisiert werden könnten.
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