Stadtnachricht

„Omsdorfer Hang" wird saniert

Programm „Soziale Stadt" / 4 Millionen Euro Investitionen

Omsdorfer Hang
Grünes Licht für die Sanierung des Wohngebiets Omsdorfer Hang: Die Stadt investiert in den kommenden Jahren rund vier Millionen Euro, unterstützt durch Zuschüsse aus dem Förderprogramm „Soziale Stadt“. Als erstes ist das Gebäude mit der Hausnummer 3 an der Reihe.

„Die Nachfrage nach Fördermitteln war wie in den Vorjahren vier- bis fünfmal so hoch wie die zur Verfügung stehenden Gelder. Daher ist es ein großer Erfolg, dass uns die Aufnahme des Wohngebiets in das Förderprogramm gelungen ist“, freut sich Oberbürgermeister Ralf Broß in einer ersten Stellungnahme. Im Wohngebiet „Omsdorfer Hang“ stellt die Stadtbau Rottweil günstigen Wohnraum für sozial benachteiligte Familien zur Verfügung. Broß hatte 2009 kurz nach seinem Amtsantritt die Weichen gestellt, damit der städtebauliche Misstand am Omsdorfer Hang beseitigt und damit in das soziale Miteinander im Wohngebiet investiert werden kann. „Ziel war es, dafür Städtebaufördermittel zu mobilisieren, denn die Sanierung und Aufwertung des Stadtteils scheiterte bislang an der Finanzierung. Durch den Zuschuss bekommen wir nun die Finanzierung rund“, erklärt Broß und fügt hinzu: „Dieser Durchbruch war aber nur möglich, weil unser Eigenbetrieb Stadtbau mit dessen Leiter Peter Hauser an der Spitze das Projekt seit 2010 sorgfältig vorbereitet und hartnäckig beim Land die notwendigen Mittel eingefordert hat.“

Das Städtebauförderprogramm 2012 – hierzu gehört das Programm „Soziale Stadt“ – unterstützt Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg mit landesweit insgesamt 177 Millionen Euro. Im Programmjahr 2012 werden bei 273 laufenden Maßnahmen die Fördermittel aufgestockt, 50 Sanierungsgebiete wurden neu aufgenommen. Die Stadtentwicklungsmaßnahme „Omsdorfer Hang“ wird erstmals mit einem Betrag von 900.000 Euro gefördert. Dies umfasst den Finanzierungsbedarf zunächst bis 2015, weitere Mittel sind durch Aufstockungsanträge zu erwarten.

„Geplant ist eine grundlegende Aufwertung des Gebiets durch eine umfassende Modernisierung der Wohngebäude“, erklärt Stadtbau-Chef Hauser die anstehenden Maßnahmen. Hinzu komme aber auch der Ausbau von Fuß- und Radwegeverbindungen, eine zusätzliche Anbindung an die Durschstraße sowie neue Parkplätze. „Durch die Gestaltung der Freiflächen wollen wir die Aufenthaltsqualität im Quartier steigern. Darüber hinaus sind auch soziale Angebote zur besseren Integration des Wohngebiets geplant“, so Hauser weiter. Hauser denkt da beispielsweise an Quartiersmanagement und Sozialarbeit vor Ort. Dafür stehen im Bund-Länder-Programm „Soziale Stadt“ eigene Mittel zur Verfügung.

Insgesamt hat die Stadt Rottweil für die Aufwertung des „Omsdorfer Hangs“ Gelder in Höhe von 4,052 Millionen Euro in den nächsten fünf bis sieben Jahren eingeplant. Hiervon entfallen 1,08 Millionen Euro auf den Eigenanteil der Stadt und 1,62 Millionen Euro auf Landes- und Bundesmittel. Der Eigenbetrieb Stadtbau Rottweil wird sich mit weiteren 1,35 Millionen Euro beteiligen, um die Modernisierung und energetische Sanierung der Wohngebäude voranzutreiben.

2012 will die Stadtbau vertiefende Planungen und ein integriertes Entwicklungskonzept erstellen sowie vorbereitende Untersuchungen in die Wege leiten. „Als erster sichtbarer Schritt wird 2012 bereits das 18-Familienwohnhaus ,Omsdorfer Hang 3’ saniert und modernisiert“, kündigt Hauser an. Das Gebäude soll einen Vollwärmeschutz und eine Dämmung der obersten Geschossdecke erhalten sowie mit einer dezentralen Abluftanlage versehen werden. Außerdem will die Stadtbau die Laubengänge erneuern und auf der Südseite Balkone anbauen, um den Wohnwert zu steigern.