Stadtnachricht

„Klimaschutz für uns vor Ort“

Nachhaltigkeitsbericht / Bei CO2-Einsparung landesweit vorn

Präsentation Nachhaltigkeitsbericht 2012
Landrat Wolf-Rüdiger Michel (Mitte), Rottweils Oberbürgermeister Ralf Broß (rechts) und Christoph Ranzinger, Geschäftsführer der ENRW (links), präsentieren die neue Broschüre „Klimaschutz für uns vor Ort - Nachhaltigkeitsbericht“ am Stand der ENRW Energieversorgung Rottweil im Rahmen der Messe „Haus, Bau, Energie“ in der Rottweiler Stadthalle.

Das Unternehmen legte nun anlässlich des Rottweiler Energietags am Samstag, 6. Oktober, im Rahmen der Messe Haus Bau Energie in der Rottweiler Stadthalle mit der Broschüre „ENRW Klimaschutz für uns vor Ort – Nachhaltigkeitsbericht“ einen Überblick seiner zahlreichen Aktivitäten vor.

Die Energiewende zielt bundesweit auf eine neue Form der Energieversorgung: Zentrale Großkraftwerke gelten als wenig zukunftsträchtig, da fossile Energieträger wie Kohle oder Erdöl nur noch begrenzt verfügbar sind und bei Verbrennung das Klima stark belasten. Durch die Energiegewinnung aus Windkraft, Biomasse, Wasserkraft und Sonnenlicht soll schrittweise ein immer größerer Anteil des Strombedarfs umweltfreundlich und nachhaltig gedeckt werden. „Klimaschutz ist eine der zentralen Aufgaben unserer Zeit. In diesem Zusammenhang sind wichtige Entscheidungen nicht nur in Brüssel, Berlin oder Stuttgart, sondern gerade auch auf lokaler Ebene gefragt. Es geht darum, durch konkrete Maßnahmen unsere Umwelt auch für kommende Generationen als lebenswert zu erhalten“, betont Rottweils Oberbürgermeister Ralf Broß, Aufsichtsratsvorsitzender der ENRW, die derzeit in den Landkreisen Rottweil, Tuttlingen und Schwarzwald-Baar mehr als 40.000 Bürger mit Strom, Erdgas, Wärme und Wasser versorgt.

Maßnahmen zum Klimaschutz kommen bei der Geschäftsentwicklung eine hohe Priorität zu: „Die ENRW ist als regionaler Dienstleister auf nahezu allen Gebieten der regenerativen Energien und der rationellen Energieverwendung aktiv. Bereits bei der Gründung des Unternehmens 1999 verpflichteten sich die Gesellschafter, stets die Belange des Umweltschutzes zu berücksichtigen und im Sinne eines nachhaltigen Handelns, schonend mit den Ressourcen umzugehen“, erläutert Christoph Ranzinger, Geschäftsführer der ENRW. In den vergangenen fünf Jahren sei es gelungen, durch Einsatz von Kraft-Wärme-Kopplung, Biomasse, Wasserkraft und Solaranlagen über 47.000 Tonnen klimaschädliches CO2 einzusparen. Seit 2007 investierte die ENRW mehr als 7 Millionen Euro in dieses Geschäftsfeld.

Grund genug für Ranzinger, die  vielen Aktivitäten nun in übersichtlicher, verständlicher Form jeweils versehen mit anschaulichem Zahlenmaterial der Öffentlichkeit zu präsentieren. So erfährt der Leser nicht nur, dass die ENRW sehr erfolgreich ein Biogasheizkraftwerk, eine Klärgas-, eine Wasserkraft- und neun Photovoltaikanlagen sowie zwei große Nahwärmenetze betreibt, sondern auch wie überhaupt aus Biomasse, Sonnenlicht, Wind- und Wasserkraft oder durch moderne Blockheizkraftwerke Strom und Wärme gewonnen werden kann. Dienstleistungen der ENRW wie „Energieberatung“  oder der „Stadtbusbetrieb“ – so wird deutlich – tragen ebenfalls zum Klimaschutz bei.

Selbst Kenner der Materie dürften noch so manch interessantes Detail entdecken. Wer weiß schon, dass es sich beim so genannten „Rottweiler Sonnendach“ auf dem Dach des Firmengebäudes ddm Hopt+Schuler um eine der ersten Bürgersolaranlagen Deutschlands handelt? Dass die Wasserkraftanlage im Neckar mit ihren 15 Schaufeln pro Sekunde eine Wassermenge „verarbeitet“, die dem Inhalt von 30 Badewannen entspricht? Dass das neue Blockheizkraftwerk im „aquasol“ rund 14,8 Millionen Kilowattstunden Strom jährlich produziert, was dem Stromverbrauch von knapp 5.000 Vier-Personenhaushalten gleichkommt? Dass die jährliche Fahrleistung des Rottweiler Stadtbusverkehrs ausreicht, um etwa 19 Mal den Erdball zu umrunden?

Die Broschüre „ENRW Klimaschutz für uns vor Ort – Nachhaltigkeitsbericht“ liegt im ENRW-Kundeninformationszentrum, Kapellenhof 6, aus und steht unter www.enrw.de ausgehend von der Startseite über die neue Rubrik „Klimaschutz für uns vor Ort“  auch zum download bereit.
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