Stadtnachricht

ENRW macht viel Wind in Sachen Energiewende

Über Windpool GmbH an Windparks in ganz Deutschland beteiligt

Windkraftanlage
Die ENRW beteiligt sich deutschlandweit an Windparks, um die Energiewende voranzutreiben.



Da sich Windkraftprojekte in der Region aller Voraussicht nach frühestens in drei  Jahren realisieren lassen, beteiligte sich das Unternehmen bereits 2011 neben 18 weiteren Stadtwerken an dem Offshore-Windpark Baltic 1 in der Ostsee mit einem Anteil von 500 Kilowatt. Nun folgt nach Zustimmung der Gremien die Beteiligung an der Windpool GmbH & Co KG, einer bundesweit tätigen Beteiligungsgesellschaft mit Sitz in Frankfurt/Main, der derzeit 12 kommunale Stadtwerke und Regionalversorger angehören.

„Die Windpool GmbH beteiligt sich an Windparks in ganz Deutschland mit guten Windbedingungen. Es handelt sich ausschließlich um Anlagen auf dem Festland, dem so genannten ‚Onshore-Bereich’, da deren Technik mittlerweile als ausgereift gilt“, so ENRW-Geschäftsführer Christoph Ranzinger. Im Verbund solle es mittelständischen Stadtwerken und Regionalversorgern ermöglicht werden, sich an insgesamt rund 15 bis 20 Windparks zu beteiligen, um dadurch eine optimale Streuung einzelner Standort- und Projektrisiken zu erzielen. Anvisiert ist eine Gesamtleistung von 100 Megawatt. Die einzelnen Windparks sollen in einem Leistungsbereich von 2 bis 12 Megawatt liegen. „Profitiert werden soll zudem von Einkaufsvorteilen der Windpool am Markt für Onshore-Windparkprojekte und damit zusammenhängenden Dienstleistungen“, erläutert Ranzinger, „auch bei der Direktvermarktung des Stroms verfügt dieses Modell über mehr Möglichkeiten und kann bessere Konditionen erzielen, als ein einzelner Windpark.“

Die erwarteten Investitionskosten beziffern sich bei 100 Megawatt auf rund 160 Millionen Euro. Davon werden 40 Millionen Euro in Form von Einlagen der  Stadtwerke und Regionalversorger sowie stillen Beteiligungen von Energiegenossenschaften eingesammelt. Die maßgeblichen Risiken eines einzelnen Windparkprojektes werden über die Investition in 15 bis 20 verschiedene Windparkprojekte weitgehend minimiert“, führt Ranzinger aus. Das Beteiligungskonzept von Windpool sei deshalb ein ideales Modell. Bereits beteiligte Stadtwerke hätten diese Einschätzung bestätigt. Alle Partner entscheiden darüber hinaus gemeinsam über die Aufnahme künftiger Windparkprojekte.

Die ENRW beteiligt sich zunächst mit der Mindesteinlage in Höhe von 400.000 Euro, was einer Leistung von einem Megawatt entspricht. Damit lassen sich rund zwei Millionen Kilowattstunden Strom regenerativ erzeugen. Der regionale Energieversorger mit Sitz in Rottweil setzt bei der eigenen Stromerzeugung  ausschließlich auf Kraft-Wärmekopplung und regenerative  Energieträger. Mit  einer  installierten Leistung von 6,6 Megawatt werden  rund 34 Millionen Kilowattstunden Strom einerseits aus regenerativen Quellen wie  Biomasse, Wasserkraft, Photovoltaikanlagen, Windkraft und Klärgas, andererseits von Blockheizkraftwerken erzeugt. Dies entspricht dem Stromverbrauch von rund 10.000 Vier-Personen-Haushalten.