Stadtnachricht

Trinationales Jugendprojekt zur Energiewende

Jugendliche aus Japan, Belarus und Deutschland in Rottweil

Trinationale Jugendbegegnung
OB-Stellvertreterin Sibylle Schumacher und Rottweiler Stadträte begrüßten die jungen Gäste aus Belarus, Japan und Deutschland mit der Bürgerinitiative „Für eine Welt ohne atomare Bedrohung e.V.“ Die Gruppe stellte sich für ein Foto unter das gemeinsam angefertigte und im Schwarzen Tor aufgehängte Kraniche-Mobile.



Schumacher begrüßte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des trinationalen Jugendprojekts „Energiewende in Bürgerhand“. Sie freue sich über die erstmalige Begegnung der jungen Menschen, die von der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl und der Nuklearkatastrophe in Fukushima betroffen sind und die sich mit jungen Deutschen in diesem gemeinsamen Projekt vom 4. bis 16. Juli in Rottweil engagieren. „Was oft einer alleine nicht schafft, das schaffen viele gemeinsam“ ermunterte Schumacher die Gruppe.

Schumacher lobte das Engagement der BI um ihre Vorsitzende Angela Gessler, die einen wichtigen Beitrag dazu leiste, dass die Katastrophen in Tschernobyl und Fukushima nicht vergessen werden. Ein Dank galt auch den vielen Ehrenamtlichen und Gastfamilien, die es ermöglichen, dass seit über 20 Jahren Kindererholungen und seit mehr als zwölf Jahren Selbsthilfe- und Jugendprojekte durchgeführt werden können. Schumacher sicherte sowohl die finanzielle als auch ideelle Unterstützung der Stadt für dieser Arbeit weiterhin zu.

Abschließend dankte sie allen Organisatoren, dass sie mit diesen Begegnungen die Grenzen erweitern und die Möglichkeit bieten, sich über Kontinente hinweg kennenzulernen. „Sie lassen die Welt in unseren Köpfen und Herzen damit zusammenwachsen. Gemeinsame Ziele, gemeinsame Ideen für eine gemeinsam Welt in Frieden, das wünsche ich uns allen.“

Angela Gessler dankte für die langjährige Unterstützung durch die Stadt. Es sei eine besondere Begegnung in diesem Jahr, da zum ersten Mal auch eine japanische Gruppe an dem Projekt teilnehme. „Die jungen Leute wollen alle eine Energiewende herbeileiten, sie haben dafür eine große Reise und auch ein großes Wagnis auf sich genommen“, betonte sie und wies auf das sehr umfangreiche Programm der Gruppe hin.

Die jungen Menschen möchten nun ein kleines länderübergreifendes Netzwerk aufbauen. Vowa von der belarussischen Gruppe hob hervor, dass zwei junge Menschen aus Belarus derzeit ein Praktikum in Singen und in Donaueschingen machen. Die Kontakte konnten während des Projekts im vergangenen Jahr hergestellt werden. Yujiro bedankte sich ganz herzlich im Namen der japanischen Gruppe dafür, dass ihnen der Aufenthalt ermöglicht wurde. Ihm gefalle es sehr in hier, weil Rottweil eine so freundliche Stadt sei. Katharina aus der deutschen Gruppe erklärte, das es wichtig sei, ein gemeinsames Ziel zu haben und dass die Gruppe zusammenwachse.