Stadtnachricht

ENRW präsentiert Ladesäule für Elektrofahrzeuge

Öffentliche Tankstelle für E-Mobile in der Hochbrücktorstraße

ENRW-E-Ladestation
Unsere Bilder zeigen die ENRW-E-Ladestation in der Rottweiler Hochbrücktorstraße.

„Als regionaler Energieversorger unterstützen wir natürlich den Ausbau der umweltschonenden Elektromobilität in Deutschland“, betont ENRW-Geschäftsführer Christoph Ranzinger, „wir betreiben selbst drei Elektrofahrzeuge in unserem Fuhrpark und registrieren seit einigen Monaten ein steigendes Interesse der örtlichen Bevölkerung.“ Insbesondere in Innenstadtbereichen ließen sich durch den Einsatz von Elektrofahrzeugen die Schadstoffbelastungen spürbar vermindern.
 
Die ENRW beschäftigt sich schon länger mit dem Thema und steht im Austausch mit anderen interessierten Institutionen und Unternehmen vor Ort. Es wurden die verschiedenen Bedürfnisse abgeglichen und technische Umsetzungsmöglichkeiten aufgezeigt. Der regionale Energieversorger selbst geht nun in die Umsetzung: „Nach intensiver Prüfung haben wir uns für das flächendeckende Lade- und Abrechnungssystem der Energie Baden-Württemberg (EnBW) entschieden“, berichtet Holger Hüneke, technischer Leiter der ENRW, „und auf den Aufbau und Einführung eines eigenen Abrechnungssystems verzichtet.“
 
Die Ladesäule der ENRW ist nun in das Service-, Informations- und Abrechnungsnetz des drittgrößten Energieunternehmens Deutschland eingebunden und bietet deshalb wesentliche Vorteile für den Kunden: Die E- Mobilisten  mit Ladekarten der EnBW oder weiterer mittels Roaming verbundener Anbieter können an der neuen ENRW Ladesäule Energie tanken. Die Ladekarten lassen sich über die zentralen Online-Plattformen der Ladestromanbieter bestellen und sind europaweit einsetzbar. Die Bezahlung richtet sich nach den unterschiedlichen, vertraglichen Vereinbarungen der Ladestromanbieter. Zusätzlich können E-Mobilisten ohne Ladekarten ab sofort über die Smartphone-App „Intercharge direct“ ganz spontan die Infrastruktur nutzen. Der Barcode kann an der Ladestation gescannt werden, und die Ladesäule wird dann mittels Smartphone freigeschaltet.
 
Durch die Kooperation mit den Ladestromanbietern wird die Rottweiler Ladesäule in den gängigen Online-Portalen angezeigt und auch in die Navigationssoftware der Automobilhersteller eingepflegt. An der Ladesäule ist das Laden via Schuko-Stecker mit maximalen 3,6 Kilowatt und das leistungsstärkere Laden via Typ2-Stecker mit bis zu 22 Kilowatt möglich. Die maximale Ladezeit ist wie beim Parken in der Innenstadt üblich auf zwei Stunden begrenzt. Abgerechnet wird die tatsächliche Ladezeit an der Säule zu den jeweils geltenden Preisen des Ladestromanbieters.   
 
„Das mag vielleicht auf den ersten Blick erstaunen, macht aber durchaus Sinn“, erläutert Holger Hüneke, „die Ladesäule befindet sich mitten in der Stadt, wo Parkplätze rar und teuer sind.“ Würde man nur die Lademenge bezahlen, könnte ein fast vollständig geladenes E-Mobil mit einer sehr geringen Lademenge die Säule für zwei Stunden blockieren und somit sehr kostengünstig Parken. Die Ladesäule wäre dann belegt und könnte nicht von anderen E-Mobilisten genutzt werden, die den Strom vielleicht dringender benötigen.