Stadtnachricht

Zweites Kinder- und Jugendhearing in Rottweil

Fortsetzung der Kinder- und Jugendbeteiligung „Kommunity“




Nach der Begrüßung durch den Bürgermeister der Stadt, Herrn Dr. Ruf, wurden die delegierten Schüler/innen von den aktiven Jugendlichen über deren Ergebnisse und Erkenntnisse informiert.
Fünf Arbeitsgemeinschaften trafen sich über ein Jahr hinweg im KiJu regelmäßig, um ihre Anliegen weiter zu bringen.
 
Die AG „Freizeit/Einkauf/Schülercafé“ begann mit ihrer Präsentation: Ihr Interesse galt hauptsächlich der Frage, wie man ein Schülercafé in der Rottweiler Innenstadt einrichten könnte. Es soll selbstverwaltet sein, was eine der großen Herausforderungen darstellt, denn dazu sind noch viele freiwillige Schüler/innen nötig. Das Hearing soll auch weitere Unterstützerinnen hervorbringen.
Damit aber das Projekt jetzt schon mal in kleinerem Rahmen starten kann, wird das KiJu seine Jugendräume an einigen Stunden unter der Woche den Initiatorinnen selbstverwaltet überlassen.
 
Die AG „Politik/Beteiligung/Senkung des Wahlalters“ setzte sich mit den bestehenden demokratischen Beteiligungsformen auseinander, wobei die Teilnehmerinnen grundsätzlich der Meinung sind, dass das Wahlalter auf 16 Jahre gesenkt werden sollte.
 
Die AG „Rock am Turm“ überprüfte die Möglichkeiten, eine große Musikveranstaltung für die Zielgruppe der unter 18-Jährigen zu organisieren. Im Zuge der weiteren Beschäftigung mit dem Thema wurde von der Gruppe aber auch erkannt, dass für so eine Veranstaltung ein immenser organisatorischer und finanzieller Aufwand zu stemmen wäre, der so nicht leistbar ist. Es gibt aber auch Alternativen für die Gruppe, zum Beispiel ein kleineres Musikevent in der Fußgängerzone oder eine Kooperationsveranstaltung mit dem Stadtjugendring.
 
Die AG „Bildung und am Schule“ berichtete von ihren Tätigkeiten, die  hauptsächlich auf die Pausenhofgestaltung im Areal zwischen der Realschule, dem AMG und dem DHG abzielten.
Die Gruppe nahm auch Kontakt zur SMV und zur Schulleitung auf konnte so erreichen, dass es wieder einen Bäckereiverkauf in der Pause gibt. Für Ideen, Anregungen und Kritik im Freizeitbereich/Pausenbereich der Schule durfte die Gruppe eine „Infobox“ im Eingangsbereich der Schule aufhängen. In dieser Gruppe wurde im zweiten Teil des Hearings auch die Mensaverpflegung an der Nell-Breuning-Schule und die Schulausstattung mehrerer Schulen kritisiert.
 
Die AG Infrastruktur, Stadtpark und Landesgartenschau hatte sich hauptsächlich für die Bewerbung der Stadt Rottweil für die Ausrichtung einer  Landesgartenschau engagiert. Besonders erfreulich war natürlich, dass die Stadt den Zuschlag für das Jahr 2028 erhielt und damit viele Projekte für die junge Generation umgesetzt werden können. Es sollen aber auch zeitnahe Gestaltungen möglich sein. So hat die Gruppe mit ihrer Idee einer Sitzgruppe am Neckar, die auch mit einer Feuerschale ausgestattet wird, in Kooperation mit der Stadtverwaltung eine ihrer ersten Ideen zur Umsetzung gebracht.
 
Ein Dauerbrenner bei den Delegierten ist das Thema „Mobilität“. Eine Schülergruppe listete Schwachstellen in der Schülerbeförderung auf und hat sich z. T. auch Verbesserungsvorschläge für den ÖPNV überlegt. Diese Vorschläge werden weiter an die bestreffenden Busunternehmen übermittelt.
 
Nach einer Pause gab es Inputs für alle Delegierten zu neuen Themen:
Die Rollbrettinitiative e. V. stellte ihr Projekt der neuen Skateranlage beim Freibad vor. Bis auf einen Restbetrag ist die Anlage auch finanziert, die Initiative sucht aber noch zusätzliche Unterstützer, um die Restsumme von 19 000€ zusammen zu bekommen.
 
Die Agendagruppe „Jugendbegegnung 2020“ stellte ihre Projektidee vor: Sie will mit je zwei jugendlichen Vertretern und den Partnerstädten Hyeres, Imst, L’Aquila und Brugg sowie einer Stadt in Belarus eine internationale Zukunftswerkstatt vorbereiten. Dazu braucht sie aber noch interessierte junge Leute aus Rottweil. Hierzu bildete sich eine Arbeitsgruppe, die sich zur weiteren Vorbereitung trifft.
 
Ebenso wurde auch die Vorstellung des neuen Stadtmuseums mit großem Interesse aufgenommen. Die Schüler/innen konnten die bereits bestehende Ausstellung bewerten und mit der Museumsleiterin gemeinsam überlegen, wie ein neues Stadtmuseum in Rottweil ausgestattet sein sollte. Auch hierzu bildete sich eine neue Arbeitsgruppe, die das Thema weiter vertiefen wird.
 
„Was ist Glück?“ Diese Gruppe beleuchtete das Thema Zufriedenheit/Glück mal von einer anderen, individuellen Seite und hatte eine Möglichkeit, auf der persönlichen Ebene in einer Gruppe in den Gedankenaustausch zu kommen.
 
Nachdem die Schüler/innen zum Abschluss der 2. Arbeitsphase aus ihren Gruppen im Plenum berichtet hatten, ging das Hearing ab 11 Uhr über in den „Politik-Dialog“, den abschließenden Teil des Hearings:
Beim „Politik-Dialog“ stellte der Moderator Udo Wenzl den Hearing-Teilnehmer/innen die jetzt anwesenden Gemeinderäte/innen, die leitenden Verwaltungsmitarbeiter/innen und den Bürgermeister nochmals vor. Herr Wenzl zielte mit der Runde darauf ab, den Jugendlichen exemplarisch einige Entscheidungsträger/innen der Stadt zu zeigen.
 
Beim anschließenden Gallery-Walk stellten dann wieder die Jugendlichen ihre Projekte den anwesenden Erwachsenen vor und brachten so direkt im persönlichen Gespräch ihre Themen an die Frau/an den Mann. In der Abschlussrunde vor dem gesamten Plenum konnten Jugendliche nochmals ihre Fragen an die Vertreter/innen der Verwaltung und des Gemeinderates richten.
 
Wie geht es weiter?

Die eingangs aufgeführten Arbeitsgemeinschafften werden vom KiJu weitergeführt. Termine und Einladungen erfolgen demnächst.
 
 
Kinder- und Jugendreferat der Stadt Rottweil, Herbert Stemmler, Tel. 0741/494 354
oder www.kijuversum.de


Impressionen:



  • Stadt Rottweil
  • Die älteste Stadt Baden-Württembergs
  • Stadt Rottweil
  • Postfach 1753
  • 78617 Rottweil
  • Telefon: 0741 494-0
  • Fax: 0741 494-355
  • E-Mail: stadt@rottweil.de
Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass unsere Dienste Cookies verwenden. Mehr erfahren OK