Stadtnachricht

Ausstellung: L´Aquila, 6. April 2009

10. Jahrestag der Erdbebenkatastrophe in Rottweils Partnerstadt L´Aquila

Nach dem Erdbeben am 6. April 2009 lagen weite Teile der Rottweiler Partnerstadt L´Aquila in Trümmern. Das Bild zeigt die zerstörte Präfektur der Provinz L’Aquila (Archivfoto: Stadt Rottweil).Nach dem Erdbeben am 6. April 2009 lagen weite Teile der Rottweiler Partnerstadt L´Aquila in Trümmern. Das Bild zeigt die zerstörte Präfektur der Provinz L’Aquila (Archivfoto: Stadt Rottweil). 

Am 6. April 2009 um 3:32 Uhr erschütterte die Region Abruzzen mit der Hauptstadt L´Aquila ein schweres Erdbeben. In der deutschen Partnerstadt Rottweil löste diese Nachricht eine Welle der Anteilnahme aus. Ein Hilfskonvoi half vor Ort, zahlreiche Bürgerinnen und Bürger sammelten Spenden und leisteten damit einen Beitrag zum Wiederaufbau. Die Ausstellung im Alten Rathaus erinnert an die Betroffenen in L’Aquila und der Region Abruzzen und an die schwere Zeit für die Menschen und ihre Stadt nach dem Erdbeben, aber auch an die Hilfe aus Rottweil und die Veränderungen in L’Aquila in den vergangenen zehn Jahren.
 
Gemeinsam mit Ludwig Kohler, Vorstand des Rottweiler Freundeskreises „Amici dell´Aquila“ und Rainer Müller, Ehrenkommandant und Stadtbrandmeister a.D. der Feuerwehr Rottweil und einer der Organisatoren des Hilfskonvois, entwickelte das städtische Kulturamt diese Ausstellung. Maxi Schanz leitete das Projekt im Rahmen ihres Freiwilligen Sozialen Jahres im Kulturamt.
 
Nach dem Erdbeben am 6. April 2009 lagen weite Teile der Rottweiler Partnerstadt L´Aquila in Trümmern. Das Bild zeigt die zerstörte Präfektur der Provinz L’Aquila (Archivfoto: Stadt Rottweil).Die Ausstellung zeigt verschiedene Aspekte der Erdbebenkatastrophe und wie Rottweil sie als Partnerstadt miterlebt hat. Auch auf die Zeit nach dem Erdbeben wird eingegangen: Wie wurden die Spenden aus Rottweil und Deutschland in L´Aquila eingesetzt? Wie sieht L´Aquila zehn Jahre nach der Katastrophe aus?
 
"Wir wollen heute gedenken und erinnern. Was sich an diesem 6. April 2009 um 3:32 Uhr ereignete, war schicksalhaft für tausende von Menschen", sagte OB Ralf Broß bei der Eröffnung. "Nachrichten über Naturkatastrophen tauchen immer wieder in den Medien auf. Eine solche Nachricht aber von einem Ort zu bekommen, der einem aber vertraut ist, den man kennt, löste in Rottweil besonders große Betroffenheit aus." Ludwig Kohler und Rainer Müller schilderten als Augenzeugen und Mitglieder des Hilfskonvois in eindrücklichen Worten ihre Erinnerungen. Müller ließ die dramtatischen Stunden und den Einsatz der Rottweiler Hilfskräfte kurz nach dem Erdbeben in L'Aquila nochmals Revue passieren. Kohler berichtete darüber hinaus ausführlich vom mühevollen und bis heute nicht abgeschlossenen Wiederaufbau. Anschließend folgte die Einführung in die Ausstellung durch Maxi Schanz. Die musikalische Umrahmung der Eröffnung wurde durch Julia Guhl gestaltet, Tochter des damaligen Bürgermeisters Werner Guhl, der die Rottweiler Erdbebenhilfe damals seitens der Stadtverwaltung Rottweil koordiniert hatte.
 
Begleitend zur Ausstellung findet eine Woche später, am Donnerstag, 11. April, um 18 Uhr im Ratssaal des Alten Rathauses Rottweil, ein Vortrag mit Professorin Wittfrida Mitterer zum Thema "Onna - nach dem Beben" statt. Der Ortsteil war besonders stark betroffen. Hier steht das mit Rottweiler Spendengeldern gebaute Bürgerhaus als Zeichen der Solidarität und des Wiederaufbaus. 
 
Die Ausstellung wird im Alten Rathaus Rottweil während der üblichen Öffnungszeiten des Bürgerbüros präsentiert, der Eintritt ist frei. Informationen gibt es im Kulturamt der Stadt Rottweil, Telefon 0741/494-244.

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