Stadtnachricht

Stadtschreiber 2019: Alex Burkhard

Literarisches Stipendium zum 19. Mal vergeben / Konvikt wird im Herbst drei Monate zur Heimat

Der neue Stadtschreiber Alex Burkhard (Foto: Marvin Ruppe).
Der neue Stadtschreiber Alex Burkhard (Foto: Marvin Ruppert).

Burkhard setzte sich dabei im Bewerbungsverfahren gegen 36 weitere Bewerbern durch. Wie schon in den letzten Jahren oblag die Entscheidung einer Jury, bestehend aus dem scheidenden Konviktsdirektor Dr. Ulrich Fiedler, Birgitta Heiderich vom Schriftstellerverband VS Baden-Württemberg, Christiane Frank vom Kulturamt der Stadt sowie dem Leiter des Rottweiler Kulturamts, Marco Schaffert. Die Förderung des Rottweiler Stadtschreiber-Stipendiums erfolgt seit vielen Jahren durch die Volksbank Rottweil und das Bischöfliche Konvikt.
 
Alex Burkhard wuchs in Lindenberg im Allgäu auf. Er lebte 10 Jahre in München, wo er Nordische Philologie, Neuere deutsche Literatur und Ethnologie studierte. Zu Beginn dieses Jahres siedelte er nach Esslingen am Neckar über. 2017 wurde er Bayerischer und Deutschsprachiger Meister im Poetry-Slam. Dieses Engagement führte ihn für das Goethe-Institut dabei bis nach Zypern, Mexiko und Portugal. Bereits 2013 veröffentlicht er seinen ersten Erzählband „… und was kann man damit später mal machen?‘“  Seither erschienen zwei weitere Werke von ihm im Berliner Satyr Verlag, für den Oktober 2019 ist die Veröffentlichung des Geschichtenbandes „Was ich ihr nicht schreibe“ geplant. 
Diesen wird Alex Burkhard am 24. Oktober in Rottweil vorstellen, im Rahmen der bereits traditionellen Lesung im „Schwarzen Lamm“. Sein literarisches Schaffen wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Kulturförderpreis der Internationalen Bodensee-Konferenz (IBK) und dem Kulturpreis der Stadt Lindenberg i. Allgäu.
Solo oder als Teil des Ensembles „Stützen der Gesellschaft“ ist er mit Kabarett und Stand-Up-Vorstellungen auf Bühnen im gesamten deutschsprachigen Raum vertreten. Die Augsburger Allgemeine nannte ihn einen „Meister der Worte“ und attestiert Burkhard, er finde die „richtige Mischung aus heiteren, ernsten und vor allem intelligenten Texten“. Sich selbst als Kind der Bühne bezeichnend, handeln seine Programme von seiner Allgäuer Heimat, den Widrigkeiten des Alltags, und davon, sich selbst nicht zu ernst zu nehmen. 
 
Alex Burkhard wird im Herbst nun drei Monate Teil des literarischen Lebens in Rottweil sein. Begrüßt wird er am 17. September im Festsaal des Konvikts von Oberbürgermeister Ralf Broß, dem neuen Konviktsdirektor Martin Frank, den Konviktoren und interessierten Bürgern Rottweils, und sein Vorgänger Thomas Perle wird ihm das Amt des Stadtschreibers offiziell übergeben. Ab Anfang Oktober bietet sich jungen Interessierten ab 14 Jahren die Möglichkeit der Teilnahme an der offenen Jugendschreibwerkstatt der Volksbank im Konvikt. Damit kennt sich Alex Burkhard bereits bestens aus, denn bereits in der Vergangenheit leitete er diverse Schreibworkshops. Thematisch möchte er sich mit Außenseiterfiguren beschäftigen. 
 
An der Stadt Rottweil fasziniert ihn insbesondere die lange Historie der Stadt. „Wie gelingt der Spagat in die Gegenwart, wenn so viel Historie lauert? Wie erlebe ich diesen Mix aus modern und alt, was macht das mit mir?“ auf diese Fragen hofft Alex Burkhard während seines dreimonatigen Aufenthalts Antworten zu finden. Er hofft außerdem, während seiner Zeit in Rottweil die Ruhe des Konvikts für die Arbeit an Erzählungen oder an seinem geplanten ersten Jugendroman nutzen zu können. Aber auch das Konzept der Hauslesungen begeistert den designierten Stadtschreiber. Rottweiler Bürger können ihn über das Kulturamt gerne einladen, in ihrem Wohnzimmer für sich und ihren Freundeskreis eine kleine Lesung abzuhalten und mit den Gästen in direkten Kontakt zu kommen. Am 24.Oktober wird er, wie bereits erwähnt, im „Schwarzen Lamm“ seinen neuen Geschichtenband präsentieren. Am 12. Dezember wird Alexander Burkhard nach drei Monaten im Zimmertheater verabschiedet. Wie in jedem Jahr, präsentieren zu diesem Anlass auch die Teilnehmer der Jugendschreibwerkstatt ihre Texte.
 
Die Stadtschreiberstelle ist ein literarisches Stipendium der Stadt Rottweil. Im Rahmen dieses Stipendiums kann jedes Jahr ein Autor oder eine Autorin aus Süddeutschland oder der Schweiz für drei Monate in der ältesten Stadt Baden-Württembergs leben und arbeiten. Er/sie wohnt in dieser Zeit im Bischöflichen Konvikt, einem humanistisch-musischen Internat, das sich direkt in der historischen Innenstadt von Rottweil befindet. Gewählt wird der Stipendiat oder die Stipendiatin von Vertretern des städtischen Kulturamts, des Verbands Deutscher Schriftsteller in Ver.di (VS) und des Bischöflichen Konvikts. Bei verschiedenen Veranstaltungen und Lesungen stellt sich der oder die Stadtschreiber/in den Rottweil vor und bringt sich ins literarische Leben ein. Finanziell gefördert wird das Stadtschreiber-Stipendium durch die Volksbank Rottweil. Weitere Informationen beim Kulturamt der Stadt Rottweil und auf unserer Website.

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