Stadtnachricht

Pflanzaktion mit „Natur nah dran“ in Rottweil: Stadt und NABU für biologische Vielfalt

Blumenwiesen und Wildstauden für Hummeln, Schmetterlinge und Wildbienen entstehen im Nägelesgraben

Gemeinsam aktiv für mehr Artenvielfalt am Nägelesgraben: Patrizia Hock, Martin Klatt, Stephan Frei, Bürgermeister Dr. Christian Ruf, Achim Ketterer und Albert Schmidt (Foto: NABU).Gemeinsam aktiv für mehr Artenvielfalt am Nägelesgraben: Patrizia Hock (Stadtplanung Stadt Rottweil), Martin Klatt (Projektleiter NABU), Stephan Frei (Stadtplanung), Bürgermeister Dr. Christian Ruf, Achim Ketterer (städtischer Betriebshof) und Albert Schmidt (Tiefbau Stadt Rottweil) (Foto: NABU).

„Wir können es kaum erwarten, dass die hier in Rottweil die mit ‚Natur nah dran‘ angelegten Wildblumen und Stauden in ein paar Monaten anfangen zu blühen“, sagt Martin Klatt vom NABU. „Die Rottweiler Bevölkerung darf sich auf mehr lebendige Natur mitten in ihrer Stadt freuen. Schließlich profitieren nicht nur Bienen und Schmetterlinge – die naturnahen Flächen laden kleine und große Besucherinnen und Besucher zum Verweilen, Staunen und Erleben ein.“ Doch vorerst heißt es: Geduld bewahren. Denn naturnahe Flächen benötigen etwas mehr Zeit, um sich zu entwickeln, sind dafür aber nachhaltige kleine Biotope für viele Jahre. 
 
Rottweils Bürgermeister Dr. Christian Ruf  verweist auf die Anstrengungen der Stadt, für künftige Generationen die biologische Vielfalt zu wah­ren. „Die Anlage von Staudenflächen im Nägelesgraben oder von Blumenwiesen im Bockshof im Jahr 2018 waren der Anfang. Hier können wir nun mit dem Projekt ,Natur nah dran‘ nahtlos anknüpfen.“ Das Projekt, in das auch die Bürger einbezogen wurden, sei ein starker Impuls für eine nachhaltige Gestaltung der städtischen und privaten Grünflächen in Rottweil. „Wir bedanken uns beim Umweltministerium für die finanzielle Förderung der Maßnahmen in Höhe von 15.000 Euro. Dankbar sind wir zudem dem NABU für die gute Betreuung, dem Naturgartenplaner Dr. Witt für die Planungen sowie den anderen Siegerkommunen für die aktive Mithilfe bei der Pflanzaktion.“
 
Rottweil ist eine von 13 Städten und Gemeinden, die sich für 2019 erfolgreich um eine Teilnahme am landesweiten Projekt „Natur nah dran“ beworben hatten. Das Kooperationsprojekt des NABU und des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg (UM) fördert von 2016 bis 2020 jährlich mindestens zehn Kommunen bei der Anlage naturnaher Grünflächen im Rahmen einer 50-Prozent Förderung, maximal je bis zu 15.000 Euro. In der Fördersumme sind auch Workshops für kommunale Bedienstete enthalten. Die Umgestaltung der Projektflächen am vergangenen Dienstag war Teil eines solchen praktischen Trainings.
 
Neben Rottweil waren auch die Projektkommunen Bad Krozingen, Dürnau, Engstingen, Kehl, Lauchringen und Sigmaringen vertreten. Unter praktischer Anleitung des Naturgartenplaners Dr. Reinhard Witt lernten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Besonderheiten bei der Anlage von Wildblumenwiesen kennen und erhielten Tipps zum Setzen von Wildpflanzen. Auch wurde nochmals betont, wie wichtig die sorgfältige Vorbereitung des Untergrunds ist. Dieser sollte für das Gedeihen der Wildpflanzen möglichst mager und unkrautfrei sein, weshalb auch Schottergemisch und Kompost eingearbeitet wurden.
 
Hintergrund:
Das Land Baden-Württemberg hat 2013 seine Naturschutzstrategie verabschiedet. Darin ist unter anderem das Ziel festgeschrieben, die biologische Vielfalt in Kommunen zu fördern. In diesem Zusammenhang hat das UM gemeinsam mit dem NABU-Landesverband im Jahr 2015 das Projekt „Natur nah dran“ gestartet. Gefördert wird das Projekt außerdem im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes.



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