Stadtnachricht

Trotz Corona: Rottweil beteiligt sich wieder an „Earth Hour“

Aktion des WWF für mehr Umwelt- und Klimaschutz / auch Testturm dabei

Die Beleuchtung am Testturm wird am Samstag zur „Earth Hour“ ausgeschaltet. In der Innenstadt werden Altes Rathaus, Kapellenturm und Hochturm in die Aktion des WWF einbezogen (Foto: thyssenkrupp / Ralf Graner).
Die Beleuchtung am Testturm wird am Samstag zur „Earth Hour“ ausgeschaltet. In der Innenstadt werden Altes Rathaus, Kapellenturm und Hochturm in die Aktion des WWF einbezogen (Foto: thyssenkrupp / Ralf Graner).

Die Earth Hour ist eine weltweite Aktion. Überall auf der Erde beteiligen sich laut WWF tausende Städte und vor allem Millionen Menschen an der „Stunde der Erde", indem sie um 20.30 Uhr Ortszeit für eine Stunde das Licht im eigenen Zuhause, von Regierungsgebäuden, Sehenswürdigkeiten oder Geschäften ausschalten. Wenn es der Menschheit nicht gelingt, die Erderhitzung auf 1,5°C zu begrenzen, drohen katastrophale Konsequenzen für uns Menschen und für die Natur, so der WWF in der Ankündigung der Aktion. Jede sechste Art könnte aussterben. Waldbrände würden häufiger, Dürren und Überflutungen heftiger.
 
„Auch in Zeiten der Corona-Pandemie dürfen wir den Klimaschutz nicht vergessen“, so Rottweils Oberbürgermeister Ralf Broß. „Die Erderwärmung macht leider auch jetzt keine Pause.“ Die Stadt möchte mit der Beteiligung an der „Earth Hour“ ein Zeichen gegen den Klimawandel setzen und hofft damit, gerade auch in Krisenzeiten das Bewusstsein bei den Bürgern für die Notwendigkeit einer nachhaltigen Entwicklung wach zu halten.
 
Nachdem die Beleuchtung des Testturms letztes Jahr während der „Earth Hour“ wegen des Vogelschutzes ohnehin größtenteils ausgeschaltet war, beteiligt sich thyssenkrupp Elevator dieses Mal auch ganz offiziell an der Aktion. „Auch in diesen Zeiten ist der Umweltschutz für uns ein wichtiges Anliegen. Beim Bau des Testturms haben wir unabhängige Gutachten eingeholt und die Planung der Turmbeleuchtung streng an den festgelegten, tierökologischen Anforderungen ausgerichtet. Für die Earth Hour schalten wir unsere LED-Strahler gerne aus, um ein Zeichen zu setzen,“ sagte Turmmanagerin Beate Höhnle.
 
Klimaschutz ist bei der Stadtverwaltung Rottweil seit vielen Jahren ein Thema. Bereits 1999 startete das kommunale Energiemanagement. Seitdem ist es der Stadt gelungen, den Energie- und Wasserverbrauch in den städtischen Gebäuden deutlich zu minimieren. 70 Prozent aller städtischen Wohnungen sind inzwischen an Blockheizkraftwerke mit Kraft-Wärme-Kopplung angeschlossen. In den vergangenen Jahren hat die Energieversorgung Rottweil (ENRW) im Auftrag der Stadt rund 2.500 Straßenlaternen auf stromsparende LED-Leuchten umgestellt. Seit 2017 ist die Stadt zudem zertifizierte Europäische Energie- und Klimaschutz-Kommune und wurde für ihre nachhaltige und ressourcenschonende Vorgehensweise mit dem European Energy Award ausgezeichnet.
 
Zur Aktion des WWF: www.wwf.de/earthhour . Infos für alle, die am eigenen Haus etwas Gutes fürs Klima tun wollen gibt‘s bei der regionalen Energieagentur: www.ea-tut.de.