Stadtnachricht

Rottweiler Kindergärten kehren zum Regelbetrieb zurück

Stadt begrüßt weitere Lockerung der Schutzmaßnahmen durch das Land

Die im Auftrag der Landesregierung unter Federführung des Universitätsklinikums Heidelberg durchgeführte Studie hat die Befunde anderer internationalen Studien bestätigt: Danach haben Kinder unter zehn Jahren einen sehr viel geringeren Anteil am Pandemiegeschehen als ursprünglich angenommen. Sie erkranken deutlich seltener und haben dann meist mildere Verläufe mit wenigen oder gar keinen Symptomen. „Auf dieser Grundlage ist eine umfassende Öffnung der Kindertageseinrichtungen verantwortbar“, so Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann in einer diese Woche in Stuttgart verteilten Erklärung.

Die Rottweiler Stadtverwaltung begrüßt die Öffnung der Kindergärten für den Regelbetrieb: „Viele Familien wurden durch die Schließung und den Wegfall der verlässlichen Betreuung durch unsere Kindergärten stark belastet. Es ist daher dringend geboten, dass die Familien jetzt wieder zu einem geregelteren Alltag zurückkehren können“, begrüßt Oberbürgermeister Ralf Broß die Entscheidung der Landesregierung. Und Bürgermeister Dr. Christian Ruf ergänzt: „Für Kinder sind die sozialen Kontakte mit Gleichaltrigen wichtig für ihre künftige Entwicklung. Und nicht zu vergessen ist, dass auch bereits Kindergärten einen Bildungsauftrag haben. Beispielsweise leisten unsere Erzieherinnen einen wichtigen Beitrag in der Sprachförderung bei Kindern mit Migrationshintergrund, dies darf nicht vernachlässigt werden.“

Eine Abstandsregelung für die Kinder untereinander besteht aufgrund der neuen Regelungen durch das Land nicht mehr. Mit der Rückkehr in den Regelbetrieb entfällt im Übrigen auch die bisherige Notbetreuung. Für den Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen gelten jedoch strenge Regeln, unter anderem müssen alle Kindergärten ein strenges Hygienekonzept praktizieren und Betreuungsgruppen strikt voneinander getrennt bleiben. Das sieht das Konzept vor, das unter Federführung des Kultusministeriums unter Beteiligung des Landesgesundheitsamts und sowie Fachleuten der kommunalen Spitzenverbände, der freien Kita-Träger, Elternvertretern und Gewerkschaften entwickelt worden ist. Alle Beteiligten betonen dabei: Die Rückkehr zu einem Regelbetrieb der Kindertageseinrichtungen und der Kindertagespflege unter Pandemiebedingungen erfordert ein hohes Maß an Disziplin und aktiver Mithilfe auch der Eltern. Ansonsten bestehe das Risiko eines örtlichen Infektionsgeschehens mit der Folge, dass Einrichtungen gegebenenfalls wieder geschlossen werden müssten.

In den Einrichtungen dürfen ausschließlich gesunde Kinder ohne Corona-Symptome betreut werden. Auch das Personal muss gesund sein, ebenso die Eltern oder andere Personen, die das Kind zur Kinderbetreuung bringen. Mit Beginn des Regelbetriebs unter Pandemiebedingungen ab dem 29. Juni 2020 sowie zu Beginn des neuen Kindergartenjahres müssen die Eltern und alle Beschäftigten deswegen eine entsprechende schriftliche Erklärung abgeben, die dokumentiert wird. „Durch die Pandemie arbeiten die Teams in unseren Kindergärten unter erschwerten Bedingungen, aber sie tun nach Kräften ihr Möglichstes, das Beste aus der Situation zu machen. Bitte unterstützen Sie unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dabei“, appellieren Broß und Dr. Ruf an die Eltern und weiteren Angehörigen der Kinder.

Die Umsetzung und konkrete Ausgestaltung erfolgen durch die jeweiligen Einrichtungen und ihrer Träger in eigener Verantwortung. Bei konkreten Fragen zum Ablauf vor Ort sollten sich die Eltern daher am besten direkt an die Leitung ihrer Kindertagesstätte wenden. Umfangreiche Informationen zum Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen hat das Kultusministerium ins Netz gestellt: https://km-bw.de/,Lde/Startseite/Service/2020+06+16+Kita-Rueckkehr+zum+Regelbetrieb+unter+Pandemiebedingungen.
 
Informationen der Stadt Rottweil zum Thema Corona gibt es unter www.rottweil.de auf der Sonderseite „Corona“ und auf www.unserrottweil.de.

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