Stadtnachricht

Stadt erneuert alle Ampeln

Beitrag zu mehr Verkehrssicherheit / Lichtsignalanlagen

Die Ampeln in Rottweil sind nun alle auf dem neuesten technischen Stand. Unser Bild zeigt beim Pressetermin von links: Harald Baro (Ingenieurgesellschaft gevas humberg & partner), Stefan Rutert (Abteilung Tiefbau Stadt Rottweil), Stefan Seitz (Ausstatter
Die Ampeln in Rottweil sind nun alle auf dem neuesten technischen Stand. Unser Bild zeigt beim Pressetermin von links: Harald Baro (Ingenieurgesellschaft gevas humberg & partner), Stefan Rutert (Abteilung Tiefbau Stadt Rottweil), Stefan Seitz (Ausstatter Swarco Traffic Systems), Bürgermeister Dr. Christian Ruf und Bernd Pfaff (städtische Straßenverkehrsbehörde).


Beauftragt war die Signalbaufirma Swarco Traffic Systems. Die Arbeiten vor Ort begannen Mitte Mai, bis Ende Juli wurden planmäßig 15 Anlagen (dabei 3 von 5 Fußgängerschutzanlagen) erneuert. Die Bauarbeiten wurden erheblich vor dem ursprünglichen Projektziel im November abgeschlossen. Weitgehend erhalten bleiben die Signalmasten, die nur bedarfsweise ersetzt werden. Durch Mängel in den vorgefundenen baulichen Verhältnissen wurden zusätzliche Masten erneuert. Die Erfassungsschleifen des Kfz-Verkehrs werden nach lokalen verkehrlichen Randbedingungen angepasst, erneuert oder mit Videotechnologie ergänzt.
 
An verkehrlich wichtigen Stellen wurden während der Umbauzeiten provisorische Baustellenampeln installiert. Teilweise wurden auch lokal begrenzte Umleitungsmaßnahmen vorgesehen, die Behinderungen im Verkehrsablauf während der Bauarbeiten hielten sich in Grenzen.
 
Die neu geplanten Signalregelungen berücksichtigen aktuelle Richtlinien (RiLSA 2015) und Qualitätsanforderungen beispielsweise für Fußgänger. In diesem Zusammenhang wurden zusätzliche Warnblinker vorgesehen und an wichtigen und höher belasteten Furten, wie  an der Via L’Aquila neu Verlängerungsoptionen für Fußgänger eingerichtet: Per Knopfdruck kann man nun eine etwas längere Grünphase anfordern. Außerdem erkennen die Ampeln, wenn viele Fußgänger unterwegs sind und stellen sich entsprechend darauf ein.
 
Wesentliches zusätzliches Ziel des Projekts war die Verbesserungen hinsichtlich der Barrierefreiheit für (seh-) behinderte und ältere Fußgänger. Unter Mitwirkung der städtischen Behindertenbeauftragten Ruth Gronmayer wurde festgelegt, dass an allen signalisierten Furten Blindensignale angeordnet werden. Die sogenannten „Zusatzeinrichtungen für Blinde und Sehbehinderte“ bestehen jeweils aus
  • einem Orientierungs- oder Mastauffindungssignal (Tongeber),
  • einem eigenen Anforderungstaster,
  • einem taktilen Freigabesignal (Vibrationsplatte) und
  • einem akustischen Freigabesignal (Tongeber).
Nachts werden die Tongeber ausgeschaltet.
 
In diesem Zusammenhang wurden in Abstimmung des Tiefbauamtes mit der städtischen Verkehrsbehörde und der Polizei an vier Stellen die Querungen über Rechtsabbiegespuren neu signalisiert, damit die eigentlichen Straßenquerungen auch sicher und komfortabel erreicht werden können:
  • König-/ Dammstraße
  • Tuttlinger-/ Neufraer Straße/ Saline
  • Feldberg-/ Hausener-/ Heerstraße
  • Schramberger-/ Tannstraße
Fußgängerüberwege (Zebrastreifen) sind an diesen Stellen vom Gesetzgeber nicht mehr erlaubt und wurden bereits zu einem früheren Zeitpunkt entfernt, so dass auf diese Weise keine Möglichkeit mehr besteht, Fußgängern den Vorrang von den abbiegenden Kraftfahrzeugen einzuräumen. Mit der Einrichtung der signalisierten Querungsmöglichkeit wird somit eine Sicherheitsmangel beseitigt beziehungsweise es entsteht ein erheblicher Sicherheitsgewinn.
 
Ein weiteres Plus an Komfort für Fußgänger: Für die Nachtzeiten wird eine sogenannte „Schlummerschaltung“ vorgesehen, in der die Signale zwar „Dunkel“ zeigen, die Signalanlage aber nicht ausgeschaltet ist und bedarfsweise aktiviert werden kann.
 
Weiterer Pluspunkt: Durch die Umrüstung der Ampeln auf LED-Technik sind die Zeichen künftig auch bei starker Sonneneinstrahlung gut sichtbar und es wird eine Stromeinsparung von 93 Prozent erreicht. Dies wiederum entlastet Stadtkasse und Klima gleichermaßen. Die Technik der Ampeln ist übrigens so ausgelegt, dass in Zukunft auch Steuerungselemente für autonomes Fahren nachgerüstet werden könnten.
 
Bürgermeister Dr. Christian Ruf danke allen Beteiligten für die rasche Umsetzung und die gute Zusammenarbeit. Die Ampeln wurden aufgrund der Erfahrungswerte der vergangenen Jahre eingestellt. Die Stadt werde den Verkehrsfluss bei den neuen Ampeln aber im Blick haben und wenn nötig bei den Ampelphasen noch nachjustieren.

Die gesamte Maßnahme wird einschließlich Tiefbau- und Markierungsarbeiten voraussichtlich rund 740.000 Euro kosten, von denen rund 500.000 Euro durch die Stadt zu tragen sind. Die weiteren Kosten tragen der Landkreis und das Land Baden-Württemberg.

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