Stadtnachricht

Die Sicherheit der Kinder stets im Blick

Unterwegs mit dem städtischen Spielplatz-Prüfer

Mario De Donno prüft, ob die Abstände groß genug sind.
Mario De Donno prüft, ob die Abstände groß genug sind.

Er kennt die Rottweiler Spielplätze wie seine Westentasche: Mario De Donno vom Städtischen Betriebshof. Es gibt vermutlich keinen weiteren Städtischen Mitarbeiter, der so viel Zeit auf Spielplätzen verbringt, wie er – Arbeitszeit versteht sich. Doch die Sicherheit der Spielplätze hat oberste Priorität. „Die viel frequentierten Spielplätze, wie der am Nägelesgraben, werden wöchentlich kontrolliert, alle anderen spätestens alle vierzehn Tage“, berichtet De Donno während er einen kleinen runden Metallstab in die Spalten am Kletterturm steckt. „Hier teste ich, ob die Abstände stimmen, damit keine Kinderhände stecken oder hängen bleiben können“, erklärt er seine Arbeit. Akribisch steckt er den Metallstab nach und nach in alle Spalten. „Es kann schon mal sein, dass sich etwas verschiebt, deswegen ist es wichtig die Abstände immer wieder zu überprüfen“, weiß er.
 
Dadurch, dass er täglich unterwegs ist, kennt er auch die Schwachstellen einzelner Spielplätze, auf die er dann ein besonderes Augenmerk hat. Wenn etwas nicht mehr hundertprozentig in Ordnung, oder sicher ist, lässt er ein Spielgerät auch mal kurzerhand abbauen. „Wir gehen da kein Risiko ein“, macht er klar. Zwar ist es für manches Kind traurig oder ärgerlich, wenn plötzlich liebgewonnene Schaukeln, Rutschen oder Co. zeitweise verschwinden, aber die Sicherheit geht vor. „Ersatzbeschaffungen brauchen meist etwas Zeit, deswegen fehlen manchmal Spielgeräte. Meist werden sie aber ersetzt“, beruhigt er während er mit geschulten Blick Ausschau nach losen Teilen, herausstehenden Nägeln oder Schrauben hält. „Man muss immer auch testen, ob es Fangstellen gibt, wo Kinder eventuell mit Kopf oder Hüfte hängen bleiben könnten“, sagt De Donno und zeigt zwei rote Plastikteile, die ein wenig aussehen wie unförmige Schüsseln. „Das hier entspricht dem Umfang eines Kinderkopfes, und das andere einer Kinderhüfte“, erklärt er und betont, dass sich die Maße im Laufe der Jahre immer wieder ändern und die Vorschriften angepasst werden. Man müsse hier immer auf dem Laufenden sein, sonst könne es schnell mal gefährlich werden.
 
Auch der Fallschutz sei ein sehr wichtiges Thema auf den Spielplätzen. Heute dienen Holzhackschnitzel als optimaler Aufprallschutz – auch im Winter. „Bei den Hackschnitzeln ist genau festgelegt, welcher Norm diese entsprechen müssen“, gibt De Donno kleine Einblicke in den Vorschriftenkatalog. „Die Hackschnitzel werden zudem schnell weggespielt und müssen oft erneuert werden, besonders an den Rutschen und Schaukeln“. 800 Kubikmeter Hackschnitzel wurden allein in diesem Jahr bereits verteilt. 
 
Die neuen Geräte müssen zudem immer der aktuellen DIN-Norm entsprechen. „Das ist momentan die DIN EN1176, die seit 1998 gilt“, weiß De Donno. Die DIN-Norm für Spielplätze wurde 1974 eingeführt und wird seither immer wieder angepasst. Aber nicht nur an den Spielgeräten selbst muss alles tiptop sein, sondern auch das Drumherum muss stimmen. „Ich muss darauf achten, dass keine giftigen Pflanzen hier wachsen, dass die gesamte Möblierung und Schilder fest verankert sind“. Es sei schon auch mal vorgekommen, dass Vandalen Sitzbänke auf Spielgeräte gestellt und diese damit beschädigt hätten. Es gilt also genau hinzuschauen. „Das ist schon eine Wissenschaft für sich“, sagt er lachend und überprüft mit seinen Händen, ob die Seile alle in Ordnung sind und kein Metall heraussteht. Er nickt zufrieden. Dieser Spielplatz hat für heute den Test bestanden. „Rottweil ist hier sehr gut aufgestellt“, betont er und macht sich auf den Weg zum nächsten Spielplatz.

Fotos: Stadt Rottweil.

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