Stadtnachricht

Klärschlamm wird umweltfreundlich verwertet


Unser Bild zeigt die neue Klärschlammverladestation bei der Beladung eines Transportfahrzeugs.
Unser Bild zeigt die neue Klärschlammverladestation bei der Beladung eines Transportfahrzeugs.

Etwa 3320 Tonnen getrockneter Klärschlamm fallen in der Rottweiler Kläranlage jährlich an. Damit ließen sich rund 1845 Badewannen befüllen. Nahezu täglich wird der Klärschlamm zu einem Bochinger Biogasheizkraftwerk gebracht, um dort durch die Abwärme der Anlage getrocknet zu werden. Seit wenigen Wochen verläuft die Beladung der Transportfahrzeuge durch die neue Verladestation deutlich komfortabler.
 
Bevor der Klärschlamm ins Silo gelangt, entzieht ihm eine sogenannte „Kammerfilterpresse“ etwa ein Drittel des enthaltenen Wassers. Für den Abtransport positionieren die Fahrer ihre LKWs direkt unter der neuen Schlammverladestation: „Per Display lässt sich die exakte Menge, welche aus dem Verladesilo direkt auf den LKW geladen werden soll, bestimmen“, erklärt Markus Müller, Leiter des Kläranlagen-Teams.
 
Ein nächtlicher Großtransport mit Polizeibegleitung war nötig, um die neue Anlage nach Rottweil zu bringen. Bis zu diesem Zeitpunkt gestaltete sich die Verladung für alle Beteiligten deutlich mühsamer: „Der Klärschlamm wurde früher in containerähnlichen Behältern gelagert und von uns zum Verladeplatz geschoben. Die LKW-Fahrer mussten ihre Fahrzeuge für die Verladung exakt vor den Behältern positionieren.“ Dieses umständliche Prozedere gehört nun der Vergangenheit an.
 
Zum Hintergrund: Seit dem Jahr 2017 darf Klärschlamm nicht mehr auf den Feldern ausgebracht werden. Daher wird dieser im Sinne einer ressourcenschonenden Kreislaufwirtschaft getrocknet und als regenerativer Brennstoff in einem Zementwerk verwendet. Die so entstandene Asche lässt sich für die Zementherstellung verwenden.

 
Das Unternehmen
Die ENRW Energieversorgung Rottweil GmbH & Co. KG versorgt in den Landkreisen Rottweil, Tuttlingen und Schwarzwald-Baar mehr als 40.000 Bürger mit Strom, Erdgas, Wärme und Wasser. Als mehrheitlich kommunales Unternehmen kommen die Gewinne den Bürgern in der Region zu Gute.
 
Bei der Stromerzeugung setzt die ENRW rein auf regenerative Stromerzeugung und Kraftwärmekopplung. Seine Vertragskunden beliefert der regionale Energieversorger ausschließlich mit Öko-Strom. Rund 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kümmern sich darüber hinaus auch noch um Bäder, Abwasser und Energieeffizienz.


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