Stadtnachricht

Beitrag zum Klimaschutz: ENRW-Quartierskonzept im Neubaugebiet „Spitalhöhe“


Beitrag zum Klimaschutz: ENRW-Quartierskonzept im Neubaugebiet „Spitalhöhe“
Die Heizzentrale des ENRW-Nahwärmenetzes mit dem zukünftigen Kindergarten „Spitalhöhe“ (rechts) und den angeschlossenen Mehrfamilienhäusern im Hintergrund. (Foto: ENRW)

Die ENRW startete bereits vor rund fünf Jahren mit der Planung einer klimaschonenden und effektiven Wärmeversorgung für einen Teilbereich des Neubaugebiets „Spitalhöhe“. Dieser umfasst den zukünftigen städtischen Kindergarten „Spitalhöhe“ sowie umliegende Mehrfamilienhäuser. Nach dem Bau der Wärmeleitungen in der Basler Straße und Schaffhauser Straße konnte die ENRW Anfang des Jahres als erstes Gebäude den Kindergarten an das Nahwärmenetz anschließen. Stück für Stück folgen nun sieben weitere Grundstücke mit Mehrfamilienhäusern. Das Wärmenetz wird dann eine Länge von insgesamt rund 600 Metern umfassen.

Die ENRW-Heizzentrale auf der Spitalhöhe, das Herzstück des Nahwärmenetzes, verfügt über ein hocheffizientes Blockheizkraftwerk (BHKW), das mit Erdgas angetrieben wird. Um klimaschutzrelevante Vorgaben zu erfüllen, ergänzt dieses ein mit Bioerdgas betriebenes BHKW. Durch den Einsatz von umweltfreundlichem Bioerdgas steigert sich der Anteil regenerativer Energien. Gleichzeitig werden die aktuellen gesetzlichen Anforderungen an die Wärmelieferung bei Neubauten erfüllt.

„Blockheizkraftwerke sind besonders effizient, da sie zeitgleich Strom und Wärme erzeugen“, erläutert Holger Hüneke, technischer Leiter der ENRW. Bei herkömmlichen Kraftwerken werde die erzeugte Abwärme in die Atmosphäre abgegeben. Die von BHKWs erzeugte Wärme hingegen erhitzt Wasser, das über Wärmeleitungen zu den angeschlossenen Gebäuden gelangt und diese beheizt. Der produzierte Strom wird ins Ortsnetz der ENRW eingespeist. „Somit nutzen wir die produzierte Energie optimal aus“, so Hüneke.

Anschlussnehmer profitieren vom Rund-um-sorglos-Paket des regionalen Energieversorgers. Die ENRW kümmert sich nämlich sowohl um sämtliche Investitionen, um den Betrieb und die Instandhaltung der Heizzentrale sowie des Wärmenetzes als auch um die Beseitigung von Störungen und die Durchführung von erforderlichen Erneuerungen. Weiterer Vorteil für Kunden: Fernwärme benötigt wenig Platz, da lediglich eine Übergabestation im Gebäude installiert werden muss. Schornstein oder eine Verbrennungsanlage im Haus sind nicht nötig.