Stadtnachricht

Interkulturelle Wochen Rottweil gehen in die zweite Runde

Buntes Veranstaltungsprogramm von zahlreichen Einrichtungen und Trägern der Integrationsarbeit in Rottweil

Interkulturelle-Wochen

„Die Rottweiler Interkulturellen Wochen zeigen, wie vielfältig unsere Gesellschaft und das Zusammenleben in Rottweil geworden ist, sollen Mut machen, für unsere Vielfaltsgesellschaft einzutreten und ein Zeichen setzen, für ein friedliches Miteinander, Gemeinschaft, Solidarität und Toleranz – Werte, welche durch die Corona-Krise noch an Bedeutung für unser Zusammenleben gewonnen haben“, so Rottweils Oberbürgermeister Ralf Broß. Aufgrund von Corona konnte dieses Jahr leider auch keine große Eröffnungsfeier für die  interkulturellen Wochen eingeplant werden, stattdessen beteiligen sich aber umso mehr Einrichtungen mit einem breiten Spektrum vieler kleinerer Veranstaltungen.

Los geht es offiziell am Mittwoch, 15. September, den Auftakt macht das Kinder- und Jugendreferat mit der internationalen Kinderküche und einer über mehrere Wochen andauernde kulinarischen Reise durch exotische Länder und Gerichte. Auch das Kinder- und Familienzentrum Himmelreich und der Kinderschutzbund Rottweil sowie die Stadtbücherei bieten mit dem Spielenachmittag, dem Weltkindertag und dem Bilderbuchkino ein vielfältiges Angebot für das Entdecken und Kennenlernen anderer Kulturen an.

Doch nicht nur für Kinder ist dieses Jahr viel geboten, das Programm hält für jedes Alter Veranstaltungen zu vielfältigen Themen bereit. So zeigt der Weltladen am 28. September im Kutschenhaus des Kapuziners einen Filmbeitrag über das Leben einer islamisch geprägten, matriarchalen Gesellschaft in Indonesien. Am Tag des Flüchtlings,1. Oktober, wird es den ganzen Tag über eine große Mitmachaktion für alle Bürger in Rottweil geben, bei der unabhängig vom Alter auf dem Vorplatz der Kapellenkirche das Motto „offen geht“ künstlerisch interpretiert und umgesetzt werden kann. Im Anschluss wird es am Abend eine interaktive Andacht zum Gedenken an die Ertrunkenen im Mittelmeer geben, bei der ebenfalls jeder eingeladen ist, symbolisch mit einer Kerze, teilzunehmen.

Darüber hinaus werden zahlreiche Vorträge angeboten, wie unter anderem von der Volkshochschule (VHS) zu den Themen Indien, Hinduismus oder dem jüdischen Gottesdienst. Das  Demokratiezentrum Baden-Württemberg wird über die Diskriminierung von Minderheiten durch rechtsextreme Musik referieren und auch die Rottweiler Reihe Religionen wird dieses Jahr wieder mit vier interessanten Veranstaltungen einen wichtigen Beitrag zum interreligiösen Dialog leisten.

Wer sich hautnah auf den Austausch und die Begegnung mit anderen Kulturen einlassen möchte, kann dies zum Beispiel beim interkulturellen Frauencafé tun, das ab dem 23. September immer Donnerstags in der Körnerstraße 23 stattfindet. Am 3. Oktober lädt die Türkisch Islamische Gemeinde wieder zu ihrem Tag der offenen Moschee ein und am Freitag, 8. Oktober, wird der Schauspieler Riadh Ben Ammar, der selbst aus Tunesien stammt und lange Zeit in Norddeutschland in einem Flüchtlingslager gelebt hat, im Badhaus eine Theatervorstellung geben. Und am 15. Oktober können sich Interessierte beim Landratsamt in der Unteren Lehrstraße nach afrikanischer Tradition die Haare flechten oder kunstvoll mit Henna-Tattoos bemalen lassen.

Zum Abschluss der interkulturellen Wochen wird dann am 18. November die Autorin Brigitte Heidebrecht aus Ludwigsburg mit Empathie und Humor und musikalischer Begleitung aus ihrem Buch „Fernreise daheim – Von Flüchtlingen, Kulturen, Identitäten und anderen Ungereimtheiten“ vortragen.

Das Programmheft liegt bei der Stadtverwaltung Rottweil und bei allen teilnehmenden Kooperationspartnern aus und kann online unter dieser Nachricht, wie unter www.integration-rottweil.de eingesehen werden. Da Corona-bedingt alle Angebote unter Vorbehalt stattfinden, werden dort am jeweiligen Veranstaltungstag auch alle kurzfristigen Änderungen veröffentlicht.

IKW2021.pdf

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