Stadtnachricht

„Adlerauge“ in Rottweil unterwegs

Straßendaten werden im Auftrag der Stadt Rottweil digital erfasst

„Adlerauge“ in Rottweil unterwegsIm Auftrag der Stadt erfasst das Fahrzeug von „eagle eye“ den Zustand der Rottweiler Straßen. Unser Archiv-Bild zeigt das Gerät 2014 bei seiner Arbeit in der Oberen Hauptstraße (Foto: Stadt Rottweil / Tobias Hermann).

Das Fahrzeug war bereits 2014 einmal in Rottweil unterwegs. Die erneuten Arbeiten dienen der Aktualisierung, Ergänzung und Fortführung des vorhandenen Straßenkatasters. Mit Hilfe des erstellten „digitalen Zwillings“ von Rottweil kann die Stadtverwaltung ihre Straßeninfrastruktur gezielt verwalten, planen sowie systematisch und effizient sanieren.

Um das Straßennetz funktionsfähig und sicher zu erhalten, sind Unterhaltungs- und auch Sanierungsmaßnahmen erforderlich. Damit vorhandene Mittel möglichst optimal eingesetzt werden, will die Stadt Rottweil diese Aufgaben auch weiterhin auf Basis der zu erfassenden Bestands- und Zustandsdaten planen. Dazu nimmt das „eagle eye“-Fahrzeug die rund 170 Kilometer langen Straßen und Wege der Stadt Rottweil genau auf. „Unsere Mitarbeiter haben so die Möglichkeit, jeden Straßenabschnitt direkt am Rechner in Augenschein zu nehmen. Das spart Zeit und Geld für Begutachtungen vor Ort und macht unsere Arbeit noch deutlich effektiver“, betont Bürgermeister Dr. Christian Ruf.

Daten werden nur für interne Zwecke verwendet

Die Erfassung geschieht, wie der Firmenname „eagle eye“ andeutet, gewissermaßen mit Adleraugen: Die Fahrzeuge sind mit speziellen Sensoren ausgestattet, mit deren Hilfe die Straßenflächen während der Befahrung erfasst werden. Zahlreiche Kameras erfassen gleichzeitig den Straßenraum und nehmen die Verkehrsanlagen auf. Die eagle eye-Daten werden ausschließlich zu internen Zwecken, also für die Dokumentation der kommunalen Verkehrsinfrastruktur, genutzt. Die Datenaufnahme ist wetterabhängig und dauert nach Beginn wenige Tage. Im Ergebnis erhält die Verwaltung exakte Zustandsdaten aller Straßenflächen. Die digitalen Daten werden in das örtliche Geoinformationssystem eingepflegt. Durch die Möglichkeit zur genauen Vermessung des Straßenraums anhand der Bilddaten sollen Arbeitsabläufe effizienter und die Digitalisierung der Verwaltung unterstützt werden. Dr. Ruf: „Wir erfassen hier keine personenbezogenen Daten, sondern den Straßenzustand und verwenden diese Daten nur für interne Zwecke.“