Stadtnachricht

Ausstellung „1250 Jahre Rottweil“

Stationen der Stadtgeschichte im Dominikanermuseum

Präsentieren am Donnerstag die neue Ausstellung der Presse: Kulturamtsleiter Marco Schaffert und Oberbürgermeister Ralf Broß mit den Kuratoren der Ausstellung Bernhard Rüth und Martina Meyr (von links).Präsentieren am Donnerstag die neue Ausstellung der Presse: Kulturamtsleiter Marco Schaffert und Oberbürgermeister Ralf Broß mit den Kuratoren der Ausstellung Bernhard Rüth und Martina Meyr (von links).

Vor 1250 Jahren wurde Rottweil erstmals in einer frühmittelalterlichen Heiligenvita erwähnt. Als Königsgut mit der Bezeichnung „Rotuvilla“ taucht Rottweil in der ältesten Lebensbeschreibung des heiligen Gallus in einem Anhang zum Jahr 771 auf. Die Bezeichnung als älteste Stadt Baden-Württembergs bezieht sich dagegen auf das Stadtrecht der römischen Vorgängersiedlung „Arae Flaviae“.

Fragment der ältesten Lebensbeschreibung des heiligen Gallus mit der ersten Erwähnung Rottweils zum Jahr 771.Stiftsbibliothek St. Gallen, Cod. Sang. 2106

Fragment der ältesten Lebensbeschreibung des heiligen Gallus mit der ersten Erwähnung Rottweils zum Jahr 771.Stiftsbibliothek St. Gallen, Cod. Sang. 2106

„Rottweil ist stolz auf eine jahrtausendealte Geschichte, die in unserer Stadt noch an vielen Stellen sichtbar und erlebbar ist“, so Rottweils Oberbürgermeister Ralf Broß. „Und auch wenn Rottweil sogar noch deutlich älter ist, wollen wir die erste Erwähnung unseres heutigen Namens vor 1250 Jahren natürlich gebührend würdigen.“

Zur 1250-Jahr-Feier der Ersterwähnung zeigt die Stadt Rottweil daher in Kooperation mit dem Rottweiler Geschichts- und Altertumsverein und dem Landkreis Rottweil eine kulturgeschichtliche Ausstellung im Dominikanermuseum Rottweil. „In 16 Stationen werden anhand ausgewählter historischer Zeugnisse politische, soziale und ökonomische, religiöse und kulturelle Verhältnisse und Entwicklungen aus den vergangenen 1250 Jahren veranschaulicht“, erklärt Martina Meyr, Museumsleiterin und gemeinsam mit Kreisarchivar Bernhard Rüth Kuratorin der Ausstellung. Das Themenspektrum reicht von den Siedlungsstrukturen der städtischen Anfänge über prägende Erscheinungen aus den Zeiten der Reichsstadt sowie der Oberamts- und Kreisstadt bis hin zu heutigen städtischen Entwicklungsperspektiven. Im „Mosaik der Exponate“ werden, wie Kreisarchivar Bernhard Rüth erläutert, „Grundzüge der Rottweiler Geschichte“ erkennbar.

Unter den Exponaten sind herausragende Dokumente und Objekte aus öffentlichen Archiven, Bibliotheken und Museen sowie aus Privatbesitz. So ist auch das Fragment der ältesten Gallus-Vita mit der Ersterwähnung Rottweils zu sehen, das von der Stiftsbibliothek St. Gallen als Leihgabe zur Verfügung gestellt wurde. Zu den ausgestellten Kostbarkeiten zählt daneben die bebilderte Handschrift der ältesten Rottweiler Hofgerichtsordnung aus der Württembergischen Landesbibliothek Stuttgart.

Kupferstich aus der „Topographia Sueviae“ von Matthäus Merian d. Ä., 1643. Kreisarchiv RottweilKupferstich aus der „Topographia Sueviae“ von Matthäus Merian d. Ä., 1643. Kreisarchiv Rottweil

In einführenden Texten aus der Feder sachkundiger Autorinnen und Autoren werden schlaglichtartig Entwicklungslinien der Rottweiler Geschichte aufgezeigt.

Die Ausstellung wird mit Sonderführungen begleitet, die auf der Webseite des Museums und in der Tagespresse angekündigt werden. Die erste Führung ist bereits am kommenden Sonntag, 14. November, um 11 Uhr mit Martina Meyr und Dr. Harald Sellner, Vorsitzender des Geschichts- und Altertumsvereins.

Zur Ausstellung erscheinen zudem eine Begleitbroschüre und das Kinderbuch „Auf Adlers Schwingen durch die Stadtgeschichte“. Weitere Aspekte behandelt das Jubiläumsbuch „Schlaglichter der Rottweiler Stadtgeschichte“, das vom Stadtarchiv der Stadt Rottweil herausgegeben wurde.

Gefördert wird das Ausstellungsprojekt von den Oberschwäbischen Elektrizitätswerken, der Kreissparkasse Rottweil und der Volksbank Rottweil sowie der Narrenzunft Rottweil.

Das Begleitprogramm mit Vorträgen und Führungen findet sich unter www.dominikanermuseum.de.

„1250 Jahre Rottweil, Stationen der Geschichte“ im Dominikanermuseum Rottweil, 13. November 2021 bis 16. Januar 2022. Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10 bis 17 Uhr, montags geschlossen. Führungen auf Anmeldung. Eintritt: Erwachsene 5 Euro, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre frei. Weitere Infos: www.dominikanermuseum.de.

Es gelten die Bestimmungen der jeweils gültigen Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg.

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