Stadtnachricht

Land fördert Dominikanermuseum mit 40.000 Euro

Neue Möglichkeiten für digitale Vermittlung / Förderprogramm „Museen im Wandel“

Das Dominikanermuseum Rottweil vermittelt sein Wissen auch an Schülerinnen und Schüler. Das Dominikanermuseum Rottweil vermittelt sein Wissen auch an Schülerinnen und Schüler. Künftig stehen auch neue digitale Formate zur Verfügung. Das Land fördert deren Entwicklung mit 40.000 Euro (Foto: Dominikanermuseum / Ralf Graner).

Eine Jury hat insgesamt 24 Anträge bewertet und vier davon zur Förderung ausgewählt. Das Team der Städtischen Museen Rottweil bewarb sich mit einer Konzeption für das Dominikanermuseum. „Ich freue mich sehr, dass unsere städtischen Museen mit ihrer Bewerbung überzeugen konnten. Die Fördergelder ermöglichen es uns nun, neue digitale Formate im Bereich der Wissensvermittlung zu nutzen und so auch gezielt jüngere Zielgruppen anzusprechen“, so Oberbürgermeister Ralf Broß.

„Neue Formate sollen die Museumspädagogik erweitern und wieder mehr Schulklassen ins Museum ziehen“, erklärt Museumsleiterin Martina Meyr die Idee hinter der Bewerbung. Im Zentrum steht dabei ein Ansatz zur interdisziplinären Wissensvermittlung für Schülerinnen und Schüler, um im Museum neben historischem oder kunsthistorischem Wissen auch weitere Kompetenzen zu erlernen. Das Angebot soll so entwickelt werden, dass es auch für andere Zielgruppen wie beispielsweise Familien ausbaubar ist. Die Leiterin der städtischen Museen freut sich neben dem Geldsegen auch über die Möglichkeit, mit dem gesamten Team der Museumsverwaltung an einem neuen Projekt arbeiten zu können. „Da wir in diesem Jahr keine größeren Ausstellungen machen können, sind wir alle begeistert, unsere Energie in die neuen, digitalen Optionen und die begleitenden Coachingprogramme zu stecken“.

Vier Museen wurden für die aktuelle Förderrunde ausgewählt: das Archiv und Museum der Stadt Göppingen, das Freilichtmuseum Neuhausen ob Eck, die Städtischen Museen Rottweil mit dem Dominikanermuseum und das Stadtmuseum Tübingen. Die Förderhöchstsumme für die Umsetzung der Projekte beträgt pro Haus maximal 40.000 Euro. Hinzu kommen insgesamt rund 45.000 Euro für die Durchführung des Coachingprogramms für die an der Entwicklung beteiligten Museumsmitarbeiter. Die Gelder stammen aus dem Medienimpulsprogramm des Kunstministeriums, die Programme werden von der MFG Baden-Württemberg angeboten.

„Der Zugang zu Kultur lässt sich durch den Einsatz digitaler Medien vielseitig erweitern und eröffnet somit viele neue Möglichkeiten der Teilhabe; Besucherinnen und Besucher können viel stärker einbezogen werden. Wir unterstützen Museen in ganz Baden-Württemberg deshalb dabei, sich weiterzuentwickeln und neue Zielgruppen zu erreichen. Die teilnehmenden Museen entwickeln im Programm zielgerichtet digitale Angebote und generieren damit einen entscheidenden Mehrwert – für die Nutzerinnen und Nutzer wie auch für die Häuser“, sagte Kunststaatssekretärin Petra Olschowski am Mittwoch (23. März) in Stuttgart.

Mit der MFG Baden-Württemberg steht den Museen eine Partnerin zur Seite, um die Erfahrungen, die bei der Entwicklung und Umsetzung der Maßnahmen gemacht werden, auch in Zukunft in die Weiterentwicklung digitaler Strategien der Häuser zu integrieren. „Alle vier Museen wollen den digitalen Wandel aktiv gestalten und stehen mit Ideen in den Startlöchern, die auf Inklusion, Partizipation, Kooperation oder Vernetzung zielen. Wir unterstützen die Häuser, die entstehenden digitalen Angebote möglichst nutzer:innenorientiert auszurichten, und zugleich stärken wir sie in ihrer Digitalkompetenz“, so Beate Lex, Leiterin des Kompetenzfelds Digitale Kultur der MFG Baden-Württemberg.

15 Monate lang begleitet die MFG Baden-Württemberg die ausgewählten Museen mit individuell konzipierten Coachings, Workshops und Online-Seminaren. Fachbeiträge von Expertinnen und Experten sowie Vernetzungsmöglichkeiten runden das Programm ab. Der Programmauftakt ist für 11. April 2022 geplant. Im weiteren Verlauf ermöglichen öffentliche Veranstaltungen einem größeren Kreis an Museen den Zugang zu aktuellen Themen der Digitalen Kultur. Die Podcast-Reihe „Freie Wildbahn“ der MFG Baden-Württemberg gibt während der Projektlaufzeit Einblicke in die Erfahrungen der Häuser.

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