Stadtnachricht

Rückblick Bürgerempfang 2023

Bürgermedaille für Posselt, Schwarz und Strenge

Bürgerempfang 2023Rottweils neuer Oberbürgermeister Dr. Christian Ruf beim Bürgerempfang in der Stadthalle (Foto: Ralf Graner).

"Nach einer coronabedingten Zwangspause können wir heute Abend wieder gemeinsam und in diesem großen Rahmen auf das neue Jahr anstoßen. Auch als Oberbürgermeister ist es mir weiterhin ein Anliegen, möglichst häufig in der Stadt und bei Veranstaltungen präsent sein. Zuhören, miteinander sprechen, Wünsche und Anregungen aufnehmen, das halte ich für außerordentlich wichtig", so Dr. Ruf in seiner Ansprache.

Ruf kündigte in seiner Rede die Ausschreibung  seite seinem Wechsel ins Alte Rathaus vakanten Stelle des Bürgermeisters an. Mit der Stellenbesetzung einhergehen wird auch die Verteilung der Geschäftskreise von Oberbürgermeister und Bürgermeister im Rathaus. Als Oberbürgermeister wird Ruf künftig die Fachbereiche 1 Haupt- und Finanzverwaltung sowie Fachbereich 3 für Kultur, Jugend und Sport direkt verantworten. "Eine deutliche Aufwertung soll die Wirtschaftsförderung als Stabsstelle direkt beim Oberbürgermeister erfahren", so Dr. Ruf.  In diesem Zusammenhang werde er dem Gemeinderat vorschlagen, das Stadtmarketing und den Tourismus, die seither gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung dem Fachbereich „Bauen und Stadtentwicklung“ zugeordnet sind, als eigene Abteilung im Kultur-Fachbereich anzusiedeln. "Gerade in diesem Zusammenspiel sehe ich spannende Entwicklungsmöglichkeiten, an denen ich sehr gerne aktiv mitwirken möchte", so Dr. Ruf.

Ruf ging in seiner Rede auf die aktuellen Herausforderungen ein, denene sich die Stadtverwaltung auch im Jahr 2023 stellen muss: "Der Krieg in der Ukraine, die daraus resultierende Energiekrise mit dramatisch gestiegenen Energiepreisen und die hohe Inflation treffen uns als Stadtverwaltung ebenso wie alle Bürgerinnen und Bürger", so Ruf. Der Gasverbrauch sei auch in Rottweil im vergangenen Jahr spürbar gesunken.  "Ich werte dies einerseits als Zeichen der Solidarität und eines wachsenden Verantwortungsbewusstseins, andererseits ist diese Entwicklung natürlich auch den gestiegenen Preisen geschuldet."  Die Stadt Rottweil hat in der Folge des Krieges das Alte Spital wieder als Flüchtlingsunterkunft aktiviert  und dort Platz für 150 Menschen geschaffen. "Die Stadt Rottweil leistet damit einen enormen Beitrag zur Unterbringung der Menschen, die in unseren Landkreis gekommen sind. Stand heute leben 478 Ukrainerinnen und Ukrainer bei uns in Rottweil."

Angesichts immer neuer Aufgaben der Kommunen  müssten Ausgaben noch gezielter prüfen und noch stärker Prioritäten setzen, wenn es um finanzielle Entscheidungen geht, betonte der OB. Richtung Landesregierung sagte Dr. Ruf mit Blick auf zusätzliche Aufgaben, beispielsweise bei der Ganztagesbetreuung in Schulen und Kindergärten: "Es kann nicht angehen, dass unser finanzieller Handlungsspielraum durch die Zuweisung immer neuer Aufgaben derart eingeschränkt wird, dass unser verfassungsmäßiges Recht auf kommunale Selbstverwaltung faktisch konterkariert wird. Hier müssen im Gegenzug Städte und Gemeinden mit entsprechenden Ressourcen ausgestattet werden."

Große Chancen sieht Rottweils neuer OB in der Landesgartenschau und machte daher den Leuten Mut für die kommenden Jahre: "Ich möchte, dass sich möglichst viele Rottweilerinnen und Rottweiler mit ihren Ideen einbringen und sich weit über das Jahr 2028 hinaus über das Ergebnis freuen. Weil es unsere Innenstadt nachhaltig verändern wird. Weil es die Attraktivität unserer Innenstadt entscheidend verbessern wird. Weil es die Lebens- und Aufenthaltsqualität in unserer Stadt steigern wird", so Rottweils neuer OB. Ruf erklärte, dass allein für sogenannte "Sowiso-Maßnahmen" wie Brücken, Radwege und vieles mehr die Stadt über 22 Millionen Euro an Fördermitteln an Land ziehen wird  - für Infrastruktur, die die Stadt also ohnehin anpacken müsste, aber deutlich weniger Geld zur Verfügung hätte. "Die Landesgartenschau lohnt sich also in jedem Fall."

Nach der Neujahrsrede ehrte Dr. Ruf drei verdiente Bürgerinnen und Bürger aus der Stadt Rottweil mit der Bürgermedaille: Günter Possel (Gemeinderat), Gabi Schwarz (Zimemtheater) und Bärbel Strenge (Spittelmühle). Zum gesondertern Bericht siehe unten.

Das musikalische Programm gestaltet die Stadtkapelle Rottweil. Nach dem offiziellen Teil fand ein Stehempfang im Foyer der Stadthalle statt, musikalisch eingerahmt durch das Ensemble I Solisti di Salon um Sándor Varga von der Musikschule der Stadt Rottweil.

Die gesamte Rede können Sie unten herunterladen.

Impressionen Bürgerempfang (Fotos: Ralf Graner):

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